Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft
Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Home Fachgebiete Kommunikation Medien Nachricht

"Nano-Verband" ahmt natürlichen Heilungsprozess nach

nächste Meldung
11.02.2003

Anzeige


Vlies aus Fibrinogen-Fasern zur Blutstillung entwickelt

Mit der selben Substanz, mit der der Körper Blut gerinnen lässt, haben Wissenschaftler der Virginia Commonwealth University ein Vlies aus Nanofasern erzeugt. Gesponnen aus Fibrinogen-"Strängen" 1.000 Mal dünner als das menschliche Haar, könnte das Produkt auf eine Wunde gelegt, nicht wieder abgenommen werden, den Blutverlust minimieren und den natürlichen Heilungsprozess beschleunigen. Das Vlies hat das Potenz,ial ein "natürlicher Wundverband zu werden", schreiben die Forscher der Virginia Commonwealth University in "Nanoletters", dem Magazin der American Chemical Society. Noch steht aber nicht fest, ob das Vlies tatsächlich vom Körper absorbiert wird.


Das Vlies besteht aus Fibrinogen, ein wesentlicher Bestandteil bei der Blutstillung. Es wird im Zuge der Blutgerinnungskaskade aktiviert und zu Fibrin umgewandelt. "Fibrin ist das Netzwerk. Es ist, als ob man über der Blutkuchen ein Netz wirft, das diesen zusammenhält, damit er sich nicht schnell wieder auflöst", erklärt Studienautor Gary Bowlin. Nachdem sich der Blutkuchen gebildet hat und durch das Fibrin-Netzwerk stabilisiert wurde, startet das selbe Netzwerk den natürlichen Heilungsprozess.

Für die Produktion der Fasern nutzten die Forscher die Technik des so genannten "Electrospinning". Es umfasst die Erzeugung dünner Jets aus einer Flüssigkeit durch Anlegen eines elektrischen Feldes. Die Technik ermöglicht es, aus einer Lösung, in diesem Fall eine Fibrinogen-Lösung, trockene Fasern zu bilden. "Schießt der Jet aus der Düse sind die Polymerketten verworren. Dies unterstützt die Faserbildung", erläutert Bowling. Der Schlüssel zur Faserbildung liege aber darin, dass die Fasern im Wesentlichen die selben Dimension wie ein natürlicher Blutkuchen besitzen. "Wird dieser vom Körper registriert, hält er diesen für natürlich und der normale Blutgerinnungs- und Wundheilungsprozess startet", so der Forscher. Die natürlichen Fibrinogen-Fasern im Körper haben einen Durchmesser von 82 bis 91 Nanometer. Die Wissenschaftler ahmten diese Dimensionen weitgehend nach. Die gebildeten Fasern haben einen Durchmesser von etwa 80 Nanometer (im Vergleich hat das menschliche Haar einen Durchmesser von rund 100.000 Nanometer).

Bislang haben die US-Forscher mit dieser Technik Vliese in verschiedenen Größen hergestellt. Die Oberflächenstruktur ist einem Flanell-Shirt ähnlich, heißt es. Die Lizenz an der Technologie hält das Unternehmen NanoMatrix. Das Verfahren bzw. die Produkte sind in den USA und international zum Patent angemeldet.

Sandra Standhartinger | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: pubs.acs.org/nano
www.vcu.edu
www.nanomatrix.com

Weitere Berichte zu: Durchmesser Faser Heilungsprozess Nanometer

nächste Meldung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Sicher online einkaufen: BVDW veröffentlicht kostenlosen Leitfaden
12.11.2009 | Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V.

nachricht Neuer Senioren-PC für unkomplizierten Web-Zugang
11.11.2009 | ELDY Easy computer for our seniors

Alle Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien >>>

Anzeige

B2B Suche

Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

Aktuell

Wilde Spekulationen um Mondwasser-Bildung

19.11.2009 | Physik Astronomie

Schmerztherapie mit Neuromodulation

19.11.2009 | Medizin Gesundheit

Baffling boxy bulge

19.11.2009 | Physik Astronomie

VideoLinks

Veranstaltungen

Hersteller und Anwender diskutieren Traktorentechnik

19.11.2009 | Veranstaltungsnachrichten

Was halten unsere Straßen aus?

19.11.2009 | Veranstaltungsnachrichten

Die Nährstofflast in Gewässern berechnen: Erste MONERIS-Anwendertagung

19.11.2009 | Veranstaltungsnachrichten

Live-Mitschnitte, Interviews und Hintergründe von den Meinungs-
führern aus Politik und Wirtschaft jetzt auf www.euroforum.tv