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1. Forschungscamp „Marketing und Kommunikation“ an der FH Mainz zeigt neue Beobachtungstools für die Onlinewelt

08.09.2010
Um in der Online-Welt erfolgreich zu sein, brauchen Unternehmen mehr als je zuvor ihre Mitarbeiter und Kunden, die ihre guten Erfahrungen mit einem Produkt oder Service weitererzählen.

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Wer Dritte nicht als Zeugen für seine Angebote gewinne, könne auf dem Onlinemarkt nicht erfolgreich sein und werde über kurz oder lang auch auf den traditionellen Märkten verlieren. Unpersönliche Marken reichen nicht. Das behaupten die Mainzer Professoren Lothar Rolke und Oliver Kaul, die in den vergangenen Jahren die Erfolgsregeln im Internet aus Sicht von Marketing und Unternehmenskommunikation eingehend untersucht haben.
Unternehmen, so ihr Ergebnis, müssen vom dialogbereiten Kunden und selbst-initiativen Mitarbeiter ausgehen und beide auch so behandeln, wenn sie akzeptiert haben wollen. Doch das habe Konsequenzen für die Markt- und Werbewirkungsforschung, weil Unternehmen gezwungen seien ständig und intensiver zu beobachten.


Wer sich die User nicht kontrollieren lassen, müssen Unternehmen beobachten und immer wieder neu lernen, was ankommt, erklären Rolke und Kaul anlässlich des 1. Forschungscamps „Marketing und Kommunikation“ am 20.10.2010 an der FH in Mainz, das sich intensiv mit den neuen Kommunikationsformen und Beobachtungswerkzeugen im Internet beschäftigen wird. Kommunikations-fachleute von Daimler und Nestlé, Dell und PricewaterhouseCoopers werden ebenso von ihren Erfahrungen berichten wie Wissenschaftler und Unternehmensberater neue „Werkzeuge“ der Internetbeobachtung vorstellen, die zum Teil kostenlos zur Verfügung stehen. Die beiden Initiatoren wollen mit ihrem Forschungscamp nach eigenen Angaben eine Plattform für anregenden Erfahrungsaustausch und Vernetzung unter Fachleuten schaffen.

„Mitarbeiter müssen im Netz zu Markenbotschaftern und Innovationsscouts werden, um das Unternehmen in der Onlinewelt nachhaltig zu verwurzeln“, empfiehlt Rolke. Doch die Wirklichkeit sehe häufig ganz anders aus. Mitarbeiter würden gebremst und im Zugang zum Netz begrenzt. Doch der Wunsch nach Kommunikation sei unbezwingbar. So schleppten nach Studien rund 40 Prozent der Mitarbeiter nicht autorisierte Software in die Unternehmen ein. Und wünschten sich außer Geld nichts so sehr wie selbstbestimmtes Arbeiten. Im Internet-Zeitalter sei das ein nicht gehobener Schatz an Gestaltungsbereitschaft und Glaubwürdigkeit, den Unternehmen lernen müssten zu nutzen.

Kunden hingegen sollten zu Partnern und Weiterempfehlern werden, betont Kaul. „Je schneller Unternehmen erkennen, was ihre Kunden wollen, desto abgestimmter können die Angebote sein.“ Dazu müssten sich die Kunden aber öffnen, also ihre Daten preisgeben. Das gelinge aber nur, wenn Vertrauen vorhanden ist. Dabei schaffe nichts so viel Vertrauen wie „Menschen wie Du und ich“, die aus erster Hand über ihre Erfahrungen berichten. Deshalb sei es für Unternehmen so wichtig, hier transparent und behutsam vorzugehen.
Forschungscamp Marketing & Kommunikation: „Web 2.0 – Toolbox für Anwender“ am 20.10.2010 an der FH Mainz von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr auf dem Campus der Fachhochschule Mainz, Lucy-Hillebrand-Str. 2 in Mainz. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.forschungscamp.com.

Kontakt und Information:
Fachhochschule Mainz – University of Applied Sciences
Fachbereich Wirtschaft
Doreen Stubenrauch / Anne-Kathrin Brunier
Lucy-Hillebrand-Strasse 2
55128 Mainz

Tel.: 06131-628 3422/3426
Fax: 06131-628 93426
E-Mail: info@forschungscamp.com

Therese Bartusch-Ruhl | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.forschungscamp.com

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