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YouTube und ich

30.06.2014

DFG-Forschungsprojekt „Audiovisuelle Kulturen der Selbstthematisierung“ untersucht die Selbstdarstellung im Zeitalter digitaler Medien

Broadcast Yourself! Der YouTube-Slogan scheint programmatisch für das neue Gesicht des Internets, das Web 2.0.

Mit Videos auf YouTube präsentieren ganz gewöhnliche Menschen sich selbst oder ihre (vermeintlichen) Talente der Öffentlichkeit und hoffen, ihre Leidenschaften mit anderen teilen zu können und bekannt, wenn nicht sogar berühmt zu werden.

Einige schaffen es, andere scheitern und gehen in der Masse des Angebots selbst gedrehter und professioneller Filme im World Wide Web unter.

Was bewegt Menschen dazu, sich selbst via Video im Internet zu präsentieren? Wie verändern sich dadurch die Kommunikationsformen und wie entstehen neue Formen von Gemeinschaft und Öffentlichkeit? Welche Rolle spielen die kommerziellen Anbieter solcher Internetdienste?

Am Fachgebiet Allgemeine Soziologie der TU Berlin untersuchen die Soziologen Dr. Boris Traue und Anja Schünzel, wie sich die Formen und damit Funktionen der Selbstthematisierung im Zuge der Ausweitung der neuen digitalen und sozialen Medien wie zum Beispiel YouTube verändern.

Dazu analysieren sie zum einen von Amateuren gedrehte Internetvideos, zum anderen führen sie mit den Videoamateuren Interviews und beobachten sie „in Aktion“.

Das Forschungsprojekt „Audiovisuelle Kulturen der Selbsthematisierung“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit 200 000 Euro über drei Jahre gefördert.

Das Projekt ist ein Beitrag zum diesjährigen Wissen-schaftsjahr 2014 „Digitale Gesellschaft“.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:

Dr. Boris Traue, Fachgebiet Allgemeine Soziologie, Fraunhoferstraße 33-36, 10587 Berlin,

Tel.: 030/314-29115, E-Mail: boris.traue@tu-berlin.de, http://videosoziologie.net/

Stefanie Terp | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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