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Wenn aus einer Story Hi-Story wird - Wie Medien unser Geschichtsbild prägen

09.04.2014

Historiker und Medienwissenschaftler starten an Uni Magdeburg Forschungsverbund zur Geschichtsaneignung in der Mediengesellschaft

Historiker, Psychologen, Medien-, Kommunikations- und Informationswissenschaftler starten an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) einen internationalen und interdisziplinären Forschungsverbund zu den Formen und den Folgen der Darstellung von Vergangenheiten in modernen Medien.

Im Rahmen der Forschungsplattform GAMe: Geschichtsaneignungen in der Mediengesellschaft untersuchen Experten der Universitäten Magdeburg, Jena, Leipzig und Wien bei einem Kickoff-Workshop, wie unser Geschichtsbild durch Spielfilme und Dokumentationen, aber auch durch das Internet und durch Computerspiele geprägt und beeinflusst wird.

WAS: Kickoff-Veranstaltung des Forschungsverbunds GAMe: Geschichtsaneignungen in der Mediengesellschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

WANN: 9. bis 11. April 2014

WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Otto-von-Guericke-Zentrum, Schleinufer 1, 39194 Magdeburg

Ob in Spielfilmen wie Schindlers Liste, in Computerspielen wie Good Luck, Soldier oder in Dokumentarsendungen wie ZDF-History: „Geschichte“ boomt wie nie zuvor. Gerade 2014 ist ein Super-Jahr medialen Gedenkens: Vor 100 Jahren begann der Erste und vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg, überdies jährt sich der Fall der Mauer zum 25. Mal. Millionen Zuschauer und Besucher, Surfer, User und Gamer sind dann im Fernsehen, im Internet oder bei Computerspielen nicht nur zum Mit-Erleben, sondern zum Mit-Leben, zum aktiven Neu-Gestalten von Erinnerung aufgefordert.

Die multimedialen Erzählungen und Bilder aus der Vergangenheit setzen Maßstäbe für die Verständigung und die Orientierung der Gesellschaft im 21. Jahrhundert. „Bis heute verfügen wir jedoch über keinerlei belastbare empirische Studien darüber, was das ‚Publikum‘ mit diesen historischen und historisierenden Angeboten macht“, erläutert Prof. Dr. Silke Satjukow vom Institut für Geschichte der Universität Magdeburg. Sie leitet das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Magdeburger Teilprojekt: „Die mit diesen Geschichtsformaten verknüpfte Kardinalfrage ist wissenschaftlich unbearbeitet und daher auch unbeantwortet: Wie nutzt und wie eignet sich welches Publikum und welche User diese neuen Offerten des Historischen an?“

Zum Auftakt beraten Experten aus den Medien und aus der Wissenschaft an der Universität Magdeburg darüber, welche Wege die Forschung künftig einschlagen muss.

Ansprechpartnerin:
Prof. Dr. Silke Satjukow, Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit, Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Telefon: 0391 67-56988, E-Mail: satjukow@t-online.de

Weitere Informationen:

http://www.geschichtsaneignung.ovgu.de - Homepage des Projektverbundes

Katharina Vorwerk | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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