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Welcher Menschentyp reagiert wie auf welche Reize?

04.02.2011
Prof. David Scheffer von der NORDAKADEMIE in Elmshorn hat ein weltweit einzigartiges Verfahren zur exakten Zielgruppenbeschreibung entwickelt und gibt damit Werbern und Marketingexperten wertvolle Impulse. Von den Forschungsergebnissen profitieren selbstverständlich auch die Studenten der Fachhochschule

Dass Menschen unbewusst auf äußere Reize reagieren, ist keine neue Erkenntnis. Längst macht sich die Werbebranche das zunutze. Zusammen mit Psychologen beschäftigen sich Werber auf der ganzen Welt dennoch mit der Frage: Welcher Menschentyp regiert wie auf welche Reize.

Wer auf diese Frage die richtige Antwort kennt, kann ein Produkt ohne große Streuverluste an den Kunden bringen. David Scheffer, Professor für Wirtschaftspsychologie an der NORDAKADEMIE in Elmshorn, kennt die richtige Antwort. Der Neurowissenschaftler gibt damit Werbern und Marketingexperten wichtige Werkzeuge in die Hand.

In mehr als zehnjähriger Forschungsarbeit hat Prof. Scheffer mit einem neuen und weltweit einzigartigen Verfahren erstmals eine repräsentative Zielgruppen-beschreibung – auf neurowissenschaftlicher Basis – entwickelt und damit die Erkenntnisse der Hirnforschung für Kommunikation und Marketing nutzbar gemacht. „Die Methode ist interkulturell einsetzbar und ergänzt klassische soziodemografische Zielgruppenbeschreibungen und -befragungen. Sie führt eine neue, dritte Dimension in die Marktforschung ein, die aufgrund ihrer Effektgrößen der Erkenntnisse und praktischen Anwendbarkeit einen Quantensprung für die Umsetzung gezielter und effektiver Kommunikation bedeutet“, erläutert Prof. Scheffer seine neue Methode, die sogenannte Neuro-IPS-Analyse.

Jeder Psychologe weiß, dass man Menschen zu ihrem Unterbewussten nicht befragen kann. Die geringe Validität von bewusster Befragung ist eine Hauptursache dafür, dass etwa mehr als 80 Prozent aller Produkte, die zuvor ausführlich durch eine umfangreiche Marktforschung getestet wurden, später vom Kunden nicht akzeptiert werden und daher wieder vom Markt genommen werden müssen. Aus diesem Grund werden die Persönlichkeitsprofile des neuropsychologischen Tests mit dem sogenannten "Visual Questionnaire“ gemessen. Hierbei handelt es sich um eine schnelle, implizite Messmethode in Form eines visuellen Fragebogens, mit dem über die Beurteilung von Form-, Farb- und Figurpräferenzen das psychologische Grundprofil eines Menschen – sprich das implizite Persönlichkeitssystem – abgebildet wird.

Von Prof. Scheffers Forschungsergebnissen profitieren selbstverständlich auch die Studenten der Fachhochschule NORDAKADEMIE. „Es ist für mich wichtig, dass die Erkenntnisse, die wir aus Forschung und Praxis gewinnen, an die Studenten weitergeben“, sagt Prof Scheffer. So ist der Neuro-IPS-Ansatz beispielsweise ein fester Bestandteil im Wahlkurs Wirtschaftspsychologie. Allerdings arbeiten auch andere Hochschulen mit Modellen aus der Neuropsychologie. Das Besondere an der NORDAKADEMIE ist jedoch, dass die Studenten von Prof. Scheffer an den Test-Methoden mitarbeiten können und diese dann auch noch ausprobieren dürfen. „Die Übungen, die wir so mit den Studierenden machen, sind an anderen Hochschulen nicht möglich“, konstatiert Prof. Scheffer.

Kristina Sommer | idw
Weitere Informationen:
http://www.nordakademie.de

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