Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Videoübertragung im Internet – aus dem Alltag der Deutschen nicht mehr wegzudenken

22.11.2012
Schon heute macht der Videoanteil an der Gesamtmenge der Daten im Internet weltweit mehr als 50 Prozent aus – Tendenz steigend.
Auch die Deutschen räumen der Videoübertragung im Internet einen zentralen Stellenwert ein. Das ergab eine repräsentative Studie , die vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI) in Auftrag gegeben wurde. Anlass der Studie ist die Nominierung des Forscherteams um Prof. Thomas Wiegand vom HHI für den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten für ihre Arbeit an dem Videokompressions-Standard H.264/MPEG-4 AVC, der heute in mehr als einer Milliarde Endgeräten genutzt wird.

Schlüsseltechnologie macht grenzenlose Videoübertragung möglich

Für über die Hälfte der Befragten ist es mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden, regelmäßig Videos im Internet zu sehen: 52 Prozent schauen mindestens einmal in der Woche ein Video im Internet, davon 39 Prozent ein bis drei Mal die Woche, 13 Prozent der Befragten sogar täglich. Bei den „Digital Natives“, denjenigen, die mit dem Internet aufgewachsen sind, vergeht bei ganzen 29 Prozent kein Tag ohne Video-Streaming.

Quer durch alle Einkommens- und Bildungsschichten sehen die Deutschen am liebsten unterhaltsame Kurzvideos z. B. über YouTube und Facebook. Auf Platz zwei folgen informative Sendungen und Nachrichten, z. B. über Mediatheken. Vorbei sind auch die Zeiten, in denen die älteren Jahrgänge Nachrichten ausschließlich im Fernsehen verfolgten: Bei den über 60-Jährigen informieren sich ganze 48 Prozent über Internet-Videos.

Über 80 Prozent der Befragten räumen Video-Streaming eine gesellschaftliche Relevanz ein

Der schnellen Übertragung von Videos wird darüber hinaus eine große Bedeutung zugesprochen. Wie die Studie zeigt, halten 81 Prozent der Befragten Video-Streaming jenseits der eigenen Nutzung für gesamtgesellschaftlich relevant. Über die Hälfte der Deutschen (52 Prozent) sieht die größte Bedeutung in besserer Vernetzung durch Videotelefonie und Video-Chat – sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. An zweiter Stelle steht die politische Relevanz von Internet-Videos. Ereignisse mit politischer Tragweite gehen blitzschnell um die Welt und geben somit der technischen Entwicklung des Video-Streamings eine politisch-gesellschaftliche Dimension. Bereits jeder zehnte Befragte hat die hohe gesellschaftliche Relevanz im Dienstleistungssektor vor Augen: Moderne Anwendungen z. B. in der Telemedizin oder beim Telelearning, die weltweit genutzt werden können und schon heute für revolutionäre Vorstöße im Bereich der Medizin und der Bildung sorgen.

Videokompressions-Standard H. 264/MPEG4-AVC: Geniale Schlüsseltechnologie für Milliarden Nutzer

Ohne die revolutionäre Schlüsseltechnologie H.264/MPEG4-AVC wären die schnelle Übertragung von Videos im Internet und damit die weltweite Zunahme von Video-Streamings nicht möglich. Der innovative Videokompressions-Standard H.264/MPEG4-AVC ist ein standardisiertes Verfahren zur Reduktion der Datenmenge bei der Übertragung von Video (Videoströmen) im Internet. Daten aus unterschiedlichen Quellen – Kameras, Computer, Blu-Rays – werden bei der Übertragung im Internet reduziert und bei der Wiedergabe auf den unterschiedlichsten Endgeräten ohne Qualitätsverlust vollständig wider gegeben. Das Kompressionsverfahren ermöglicht neben der Übertragung via Internet auch zahlreiche weitere Anwendungen: hochauflösendes Fernsehen, TV in 3D, Filme auf Abruf, Videos im Web, Blu-Ray, Videokonferenzen oder videobasierte Sicherheits- und Medizintechnik.
Der Deutsche Zukunftspreis wird am 28. November vom Bundespräsidenten in Berlin vergeben. Weitere Informationen unter: www.deutscher-zukunftspreis.de

*1000 private Online User (Männer und Frauen) im Alter ab 14 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland. Die Grundgesamtheit beträgt ca. 47.413.000 Personen (Deutsche und EU-Ausländer).

Ansprechpartner für die Presse
Dr. Gudrun Quandel
Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut
Tel +49 30 31002 400
Mobil +49 171 1995334
www.hhi.fraunhofer.de/zukunftspreis
Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut

Innovationen für die digitale Zukunft – sowohl auf dem Gebiet der modernen Kommunikationssysteme als auch auf den Gebieten der digitalen Medien und der Dienstenutzung – stehen im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts. Wir entwickeln Standards für Informationstechnologien und schaffen neue Anwendungen als Partner der Industrie.

Die Kernkompetenzen des Instituts liegen in den Bereichen optischer Kommunikationsnetze, mobiler Breitbandsysteme, photonischer Komponenten, elektronischer Bildverarbeitung und interaktiver Medien sowie optischer Sensoren und Sensorsysteme. Ein Fokus der Arbeit liegt im photonischen Netz vom hochkapazitiven flexiblen Weitverkehrsnetz bis hin zum breitbandigen Inhousnetz.

Annabell Noll | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.hhi.fraunhofer.de/zukunftspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten