Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sicher arbeiten mit Nanomaterialien

31.03.2014

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat heute ein Arbeitsschutz-Portal zu Nanomaterialien veröffentlicht. Das Portal "Sicheres Arbeiten mit Nanomaterialien" ist im Internet unter http://nano.dguv.de erreichbar. Es bietet aktuelle Informationen zur Arbeitssicherheit und neuartige, interaktive E-Learning Tools, die "Nanoramen".

Das Nano-Portal ist das weltweit erste interaktive Portal zum Arbeitsschutz beim Umgang mit Nanomaterialien. Es richtet sich sowohl an Präventionsfachleute als auch Beschäftigte ohne Fachkenntnisse in der Nanotechnologie. Das Portal wurde im Rahmen eines von der DGUV unterstützten Projekts von der Innovationsgesellschaft, St. Gallen entwickelt.

Die Bedeutung von Nanotechnologien für die Wirtschaft nimmt stetig zu. In vielen gewerblichen und industriellen Berufen verbreitet sich der Umgang mit Nanomaterialien. "Mit dem Nano-Portal wollen wir daher Beschäftigte und Präventionsexperten für Nanorisiken in der Praxis sensibilisieren und wirksame Schutzmaßnahmen aufzeigen", sagt Christian Schumacher, Gefahrstoff-Experte am Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) in Sankt Augustin.

Zur Qualifizierung von Beschäftigten entstehen auf dem Portal drei sogenannte "Nanorama"-Lernmodule. "Nanorama ist eine Wortkreation aus ‚Nano‘ und ‚Panorama‘", erklärt Tobias Widler von der Innovationsgesellschaft, St. Gallen. "Es handelt sich dabei um eine neuartige E-Learning Anwendung, bei welcher man einen virtuellen Raum betritt und sich darin bewegt." Durch das Bearbeiten der "Nanoramen" erfahre der Nutzer einerseits, welche Nanomaterialien und -produkte in der jeweiligen Branche verwendet würden. Andererseits ermöglichten die "Nanoramen" es, die Exposition einzuschätzen sowie die erforderlichen Schutzmaßnahmen im Umgang mit Nanomaterialien kennen zu lernen.

Erstes Modul: "Nanorama Bau"
Gegenwärtig steht mit dem „Nanorama Bau“ das erste Modul kostenlos zur Verfügung. Es ist unter http://nano.dguv.de/nanorama/bgbau/ erreichbar. Das "Nanorama Bau" informiert über die Verwendung von und den Umgang mit Nanomaterialien in der Bauwirtschaft. Es wurde in enger Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) erstellt. In den kommenden Monaten werden das "Nanorama Chemie" und das "Nanorama Holz und Metall" erstellt. Diese zeigen den sicheren Umgang mit Nanomaterialien in einem Labor und in einer KFZ-Werkstatt. Das Portal kann wegen seines modularen Aufbaus jederzeit um weitere branchenspezifische "Nanorama"-Module ergänzt werden.

Neben den "Nanorama"-Modulen enthält das Nano-Portal umfassende Informationen zu den Themen Grundlagen und Prävention sowie Empfehlungen und Inhalte der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Im Abschnitt News werden zudem Neuigkeiten und Informationen zu Arbeitssicherheit und Nanotechnologien publiziert. Die Inhalte des Portals werden laufend aktualisiert und an den Stand der Wissenschaft angepasst.

Pressekontakt:
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Pressestelle
Stefan Boltz
Tel.: 030 288763768
Fax: 030 288763771
E-Mail: presse@dguv.de

Die Innovationsgesellschaft, St. Gallen
Tobias Widler
Tel.: 0041 71 728 02 05
E-Mail: widler@innovationsgesellschaft.ch
Lerchenfeldstr. 5
CH-9014 St. Gallen

Weitere Informationen:

http://nano.dguv.de
http://nano.dguv.de/nanorama/bgbau

Elke Biesel | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Content-Marketing: In der Praxis angekommen - Studie zu Content-Marketing-Strategien
15.07.2016 | PFH Private Hochschule Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie