Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Online-Werbung knackt 100-Mrd.-Grenze 2015

09.06.2010
Wachstumsfahrt gewinnt nach Flaute wieder an Tempo

Die Flaute auf dem Werbemarkt im Zuge der Wirtschaftskrise hat dem Wachstum im Online-Bereich einen leichten Dämpfer verpasst. Mittlerweile legt das Volumen aber wieder mit höherem Tempo zu. Wie die Analysten von MagnaGlobal prognostizieren, sollen die globalen Internet-Werbeausgaben angesichts einer erwartet starken Entwicklung bis 2015 sogar die 100-Mrd.-Dollar-Grenze sprengen. Das Volumen würde sich damit innerhalb von fünf Jahren beinahe verdoppeln. Experten zeigen sich jedoch skeptisch.

Web ist noch ein "Ausprobiermarkt"

"Das Internet ist zweifelsfrei ein Zukunftsmarkt. Das Wachstum vollzieht sich aber nicht in einem derartigen Tempo", meint Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), auf Nachfrage von pressetext. In den vergangenen Jahren ist die Wachstumsgeschwindigkeit der Online-Werbeausgaben in Deutschland gesunken. Zwar nahm das Volumen auch in der Krise zu. Gegenüber einem Plus von 49 bzw. 39 Prozent in den Jahren 2006 und 2007 war die Steigerung mit plus 9,4 bzw. 1,3 Prozent in den beiden Folgejahren jedoch eher verhalten.

"Das Web ist vorerst noch ein 'Ausprobiermarkt'", sagt Nickel. Weltweit bestehen unterschiedliche Gewohnheiten und Kulturen, die sich in der Mediennutzung widerspiegeln und nicht global über einen Kamm geschert werden können. Bei der Online-Werbung bestehe noch ein Mangel an Transparenz über die Nutzung und entsprechender Optimierungsbedarf, so der Fachmann im pressetext-Gespräch.

Google nicht konkurrenzlos

Allein in diesem Jahr geht MagnaGlobal von einem Wachstum im Online-Werbegeschäft von 12,4 Prozent auf 61 Mrd. Dollar aus. Suchmaschinenwerbung sei dabei der wichtigste Treiber. 2010 soll das Segment um 16,5 Prozent auf knapp 30 Mrd. Dollar zulegen. Zwar beanspruche Weltmarktführer Google davon weite Teile für sich. Gleichzeitig sehe sich der Konzern in einigen Ländern aber mit Konkurrenz konfrontiert. Ausgerechnet die wachstumsstärksten Märkte Russland und insbesondere China stellen für den Internetriesen eine Herausforderung mit politisch schier unüberwindbaren Hürden dar. Das Wachstum des Werbemarktes werde dadurch aber nicht behindert.

Soziale Netzwerke wie Marktführer Facebook steuern zudem viel zum Wachstum im Bereich Online-Werbung bei. Der MagnaGlobal-Prognose zufolge wird das Volumen 2011 um 11,7 Prozent und in weiterer Folge bei konstanten elf Prozent bis 2015 zunehmen, um eine Summe von 103 Mrd. Dollar zu erreichen. Lateinamerika soll dabei die schnellst wachsende Region bilden. Die weltwirtschaftliche Erholung, die steigende Zahl an Unternehmen und starken Marken sowie der wachsende Konkurrenzdruck zwischen den Werbern im Online-Bereich seien ausschlaggebende Faktoren für den erwarteten Trend.

Manuel Haglmüller | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.magnaglobal.com
http://www.zaw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise