Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Offene Infrastruktur für Ad-hoc-Mitfahrgelegenheiten - Fraunhofer FOKUS startet OpenRide Projekt

22.06.2009
Spontane Mitfahrgelegenheiten im Nahverkehr gesucht? Damit ein solcher Service künftig zum festen Bestandteil in der Mobilitätslandschaft gehört, will Fraunhofer FOKUS mobile Endgeräte, Navigations- und Routenplanungssoftware miteinander verknüpfen.

Am Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme ist der Startschuss für das Projekt OpenRide http://www.open-ride.com gefallen. OpenRide wird bis Herbst 2010 eine offene Infrastruktur für die mobile Vermittlung von Ad-hoc Mitfahrgelegenheiten aufbauen und bis zur Marktfähigkeit entwickeln.

Aktuell am Markt etablierte Mitfahrzentralen erreichen nur einen Bruchteil des Gesamtmarktes, da der Vermittlungsprozess eine zeitaufwändige Abstimmung und Kommunikation erfordert. Daher werden in der aktuellen Praxis ausschließlich längere Strecken, die mit viel Vorlaufzeit planbar sind, vermittelt.

Im Nah- und Alltagsverkehr typische spontane und kürzere Fahrten werden bisher nicht bedient, obwohl diese den größten Teil des Marktes ausmachen. Nicht zuletzt aufgrund steigender Kraftstoffkosten und dem erhöhtem Umweltbewusstsein besteht hier ein enormer bisher nicht adressierter Bedarf.

OpenRide verknüpft mobile Endgeräte, Navigations- und Routenplanungssoftware, um die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten zu automatisieren und damit deutlich schneller und effizienter als bisher zu gestalten. Auf diese Weise werden auch spontane Mitfahrten im Nahverkehr ermöglicht.

Das Projekt konzentriert sich dabei auf die Entwicklung einer offenen Infrastruktur, die es vorhandenen Mitfahrzentralen und Communities ermöglicht, sich auf einfache Art und Weise an OpenRide anzubinden und dadurch den Markt für mobile ad-hoc Mitfahrgelegenheiten zu erschließen.

Das Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme mit Forschungsschwerpunkten unter anderem in den Bereichen Dienstplattformen für mobile Dienste der nächsten Generation und Integration von Telekommunikations- und Web-Technologien ist seit Jahren einer der Vorreiter des Trends zu kontextsensitiven Diensten. Im Rahmen dieser Aktivitäten wurde auch das Potenzial der ortsgebundenen Ad-Hoc-Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten identifiziert. Die technischen Entwicklungen und die zunehmende Verbreitung der mobilen Endgeräte, die zur Realisierung der Idee geeignet sind, ermöglichen nun zunehmend eine breite öffentliche Nutzung.

Das Projekt OpenRide wird im Rahmen des EXIST-Programms vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Kontakt:
Eva Sittig
0049-30-3463-7212
eva[dot]sittig[at]fokus[dot]fraunhofer[dot]de

Eva Sittig | Fraunhofer Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fokus.fraunhofer.de
http://www.open-ride.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten