Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Empfehlungssystem im Internet

22.11.2011
Derzeit basieren die Empfehlungssysteme im Internet auf statistischen Auswertungsverfahren, die die Ähnlichkeit zwischen Nutzerverfahren und Produkteigenschaften prüfen.

Dem DAI-Labor der TU Berlin und dem Unternehmen Neofonie ist es in dem Projekt „SEmantic Recommendation and Unstructured data Management“ (SERUM) gelungen, ein semantisches Empfehlungssystem zu entwickeln, dass den Inhalt deutet und präzisere Empfehlungen gibt. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) wurde das Projekt mit einer Dauer von 20 Monaten Ende Oktober 2011 erfolgreich abgeschlossen.

Die statistischen Auswertungen bei bisherigen Empfehlungssystemen haben zur Folge, dass den Nutzern immer wieder Produkte oder Informationen vorgeschlagen werden, die keinen Mehrwert bringen. So wird zum Beispiel den Nutzern ein Taschenbuch vorgeschlagen, obwohl das gebundene Buch bereits gekauft wurde. Eine Lösung bietet das neuartige semantische Empfehlungssystem „SERUM“, das gerade den Sprung von der Grundlagenforschung in die Anwendung geschafft hat.

Im System sind den Wörtern, also den Suchbegriffen, Bedeutungen hinterlegt, so dass das System deutlich erkennt, worum es sich handelt und in welchem Bezug das Wort verwendet wird. Die Empfehlungen werden aus verschieden Domänen und Themengebieten zusammengetragen. Besteht zum Beispiel Interesse an einem Künstler werden Nachrichten, Filme oder Musiktitel zu dem Künstler empfohlen, die von unterschiedlichen Internetseiten stammen. Der Nutzer oder die Nutzerin erhält somit umfangreiche und exakte Empfehlungen, die sich nicht wiederholen und den individuellen Wünschen entsprechen.

Das System ist noch nicht frei zugänglich. Interessenten, die den Online-Demonstrator gerne testen möchten, fordern ihre Zugangsdaten an per E-Mail: serum-demonstrator@neofonie.de

Distributed Artificial Intelligence Laboratory (DAI-Labor) der TU Berlin ist mit seinen mehr als 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines der größten Forschungseinrichtungen im Bereich Smart Services und Smart Systems. In zahlreichen Projekten tragen sie zur Umsetzung von innovativen Technologien in der Alltagsgestaltung bei und testen diese in realer Umgebung. Gründer und Leiter des DAI-Labors seit 1992 ist Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Sahin Albayrak. Er ist zeitgleich Vorstandsvorsitzender des von ihm initiierten Innovationszentrums Connected Living.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Dr.-Ing. Ernesto William De Luca, DAI-Labor, Tel.: 030 / 314-74074, E-Mail: ernesto.deluca@dai-labor.de, www.dai-labor.de

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.dai-labor.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE