Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues DFG-Projekt zur Inneren Sicherheit

23.10.2008
Innere Sicherheit - Medienberichte zu diesem Thema sind heute nicht mehr nur Begleitmusik in der politischen Diskussion. Sie üben einen großen Einfluss aus, denn Politik findet immer mehr über die Medien statt.

Journalisten werden in diesem Prozess von Vermittlern zu Akteuren. Ein neues Projekt an der Uni Duisburg-Essen (UDE), das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, geht diesem Phänomen auf den Grund.

Unter dem Titel "Medien als Akteure der Inneren Sicherheit" untersucht der Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Jo Reichertz die Bedeutung der Medien bei diesem öffentlichen 'Kampf' um die 'richtige' Politik. Am Beispiel der Inneren Sicherheit analysiert er die Auswahl von Themen und die Berichterstattung selbst. "Die Medien werden zunehmend selbst zu Akteuren, da sie Diskurse anschieben und Deutungen derselben anbieten", vermutet Reichertz.

Welche Konsequenzen sind zu erwarten? Das auf drei Jahre angelegte Forschungsvorhaben geht davon aus, dass es bei der Herstellung und Erhaltung Innerer Sicherheit sowohl Deregulierungsprozesse als auch neue Formen der Regulierung gibt. Staatliche Sicherheitsaufgaben würden gesellschaftlich neu verteilt und teilweise auch von den Medien übernommen. Da diese Folgen wahrscheinlich besonders gut auf regionaler und lokaler Ebene sichtbar sind, soll die Mediennutzung nicht nur überregional sondern vorrangig im Rhein-Ruhr-Gebiet und in Köln, Bochum sowie Duisburg erforscht werden. "Köln wurde gewählt, weil durch die Initiativen des Polizeipräsidenten und die starke Medienpräsenz vielfältige und neue Entwicklungen sichtbar werden können. Bochum ist von Interesse, da wir dort ein ausgewogenes Verhältnis von Innovation und der Bewahrung des Polizierens - des gesamten staatlichen, privaten und von Verbänden getragenen Handelns - erwarten", so Reichertz. Und in Duisburg ließen sich aktuelle Initiativen wie "Nulltoleranz" gut beobachten und nachzeichnen.

Printtexte, Fernsehsendungen und Sendungen des Lokalfunks in NRW werden nun ausgewertet. Dabei geht es ausdrücklich nicht um die Auswirkungen medialer Darstellungen auf die Bevölkerung, ihr Kriminalitätsbild und ihre Kriminalitätsfurcht. "Nicht, weil all dies unbedeutend wäre, sondern vor allem deshalb, weil hierzu bereits einige ergiebige Studien vorliegen, deren Ergebnisse von uns aufgegriffen werden", erklärt Projektmitarbeiter Dr. Oliver Bidlo. Statt dessen stünden vielmehr der Diskurs in den Massenmedien und die Aktivitäten der Medienvertreter im Mittelpunkt. Zahlreiche (Experten-)Interviews ergänzen das wissenschaftliche Vorhaben. Erste Ergebnisse sollen ab Mitte 2010 vorliegen.

Weitere Informationen: www.uni-due.de/kowi/Prof_Reichertz.shtml
Dr. Oliver Bidlo, Tel. 0201/183-2474 , E-Mail: oliver.bidlo@uni-due.de

Katrin Braun | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-duisburg-essen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie