Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Medien sind Gewinn für den Lehrbetrieb

10.06.2009
Uni Graz startet Podcast-Portal für mobiles Lernen

Die rasante technologische Entwicklung im Medienbereich eröffnet Bildungseinrichtungen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung. Dass Lernen heute längst nicht mehr ausschließlich auf dem Schreibtisch in Klassenzimmer oder Hörsaal passieren muss, zeigt das Beispiel der Karl-Franzens-Universität Graz.

Dort wurde vor kurzem ein eigenes Podcast-Portal gestartet, das es Studierenden, Lehrenden und allen sonstigen Interessierten erlaubt, Lehr- und Lernmaterial einfach und bequem auf den eigenen Computer oder das eigene Handy zu holen. "In Zeiten von MP3-Playern und videofähigen Handys wie dem iPhone wird ein mobiler Zugang zu Informationen speziell von Studierenden nicht nur erwartet, sondern sogar verlangt", bestätigt Michael Raunig von der Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer der Grazer Universität, im Gespräch mit pressetext.

Raunig, der das Podcast-Portal konzipiert hat und es ständig mit frischen Inhalten befüllt, ist vom Potenzial der neuen Medientechnologien für den Bildungseinsatz überzeugt: "Die Neuen Medien liefern eine ganze Reihe hilfreicher Tools, die ein Gewinn für den Lehrbetrieb sein können. Das Potenzial ist hier aber noch lange nicht ausgeschöpft." Mittlerweile biete jede Universität über das Internet eine zentrale Lernplattform an, über die man sich beispielsweise weiterführende Informationen zu Vorlesungen oder zusätzliche Unterrichtsmaterialien besorgen kann. "Gerade in Zeiten, in denen die Universitäten mit kontinuierlich steigenden Studierendenzahlen zu kämpfen haben, birgt der Einsatz neuer Medientechnologien einige Vorteile. In diesem Zusammenhang muss aber auch darauf hingewiesen werden, dass derartige Möglichkeiten stets nur als hilfreiche Ergänzung zum herkömmlichen Lehrbetrieb gedacht sind und diesen keinesfalls vollkommen ersetzen können", betont Raunig.

Insbesondere Podcasts seien in der letzten Zeit für den universitären Schulbetrieb zunehmend ein Thema geworden. "Podcasts sind Medienbeiträge, die über das Internet automatisch bezogen werden können. Audio- und Videopodcasts ermöglichen Lernen, unabhängig von Zeit und Ort", erklärt Raunig. Die Bandbreite der auf dem Portal angebotenen Beiträge erstrecke sich von den Rubriken "Forschung und Entwicklung" über "Lehrveranstaltungen" bis hin zu Event-Reihen. So findet man dort zum Beispiel spezielle Lehrfilme oder Wissenschaftsbeiträge, die aktuelle Forschungsprojekte vorstellen. Auch Vorlesungen seien Raunig zufolge bereits komplett mitgefilmt und online gestellt worden. "Das Portal selbst ist als 'Work in Progress' zu sehen, das sich ständig weiterentwickelt. Schon jetzt werden laufend neue Inhalte ergänzt", merkt Raunig an.

Durch das Portal soll nicht nur die Lehre gestärkt und die Forschung außerhalb des Labors bekannt gemacht werden, sondern auch die Zusammenarbeit einzelner Institute und Fakultäten gefördert werden. So können sich Mitarbeiter der Universität Graz auch selbst aktiv an der Ausweitung der angebotenen Podcast-Inhalte beteiligen. "Die Nutzung des Portals ist grundsätzlich offen und nicht auf Studierende oder Universitätsangestellte beschränkt. Wer Interesse an einem Podcast hat, kann diesen ohne Registrierung abonnieren und downloaden", so Raunig abschließend.

Markus Steiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.kfunigraz.ac.at
http://gams.uni-graz.at/pug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie

Erste "Rote Liste" gefährdeter Lebensräume in Europa

16.01.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz