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Neue Erfindung am Fraunhofer IESE patentiert – Verbesserte Kommunikation bei sicherheitskritischen Anwendungen

18.09.2013
Die hochtechnisierte Lebensumwelt, in der wir uns aktuell bewegen, ist mehr und mehr auf das Zusammenspiel verschiedener wissenschaftlicher Anwendungsfelder angewiesen.

Solch komplexe Kooperationen erfordern optimale Kommunikationswege, um die Funktionalität und Sicherheit dieser Systeme gewährleisten zu können. Ein neues, vom Fraunhofer IESE patentiertes Verfahren trägt zur Verbesserung dieser technischen Kommunikation bei.



Optimale Kommunikation zwischen verschiedenen Systemen spielt insbesondere in modernen Kraftfahrzeugen eine wichtige Rolle. Steuergeräte kommunizieren heutzutage über echtzeitfähige Fahrzeugbusse miteinander; hierbei ist genau festgelegt, wann welches Steuergerät Daten über den gemeinsam genutzten Bus überträgt.

Bisher ist hier eine feste Zuordnung zwischen übertragenen Daten, wie zum Beispiel der Fahrzeuggeschwindigkeit, und dem zur Kommunikation genutzten Bus üblich. Dies macht das System anfällig für Störungen und Ausfälle von Kommunikationsbussen.

Das von der TU Kaiserslautern und vom Fraunhofer IESE gemeinsam patentierte Verfahren ermöglicht ein sicheres Umschalten dieser Zuordnung in Ausnahmesituationen. Fällt ein Kommunikationsbus aus, kann ein anderer innerhalb fester Zeitschranken von seinem normalen Betriebsmodus in einen Notfallmodus umgeschaltet werden, und wichtige Kommunikationsverbindungen können so aufrechterhalten werden. Dies ist insbesondere im Hinblick auf Steer-By-Wire und Brake-By-Wire relevant, da es bei diesen Technologien keine hydraulische Verbindung zwischen dem Fahrer und den Bremsen bzw. Lenkachsen mehr gibt und ein Kommunikationsausfall katastrophal wäre.

Diese Erfindung zeigt die effiziente Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Fraunhofer, wie sie im im Kontext des Kaiserslauterer Innovationszentrums für Applied System Modeling gefördert wird. Diese Zusammenarbeit ermöglicht einen effizienten, interdisziplinären Wissensaustausch, der dazu beiträgt, dass Forschungsergebnisse schnell Marktreife erreichen und für die Öffentlichkeit bereitgestellt werden können, wie die erfolgreiche Patentierung dieser Anwendung zeigt.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE
Das Fraunhofer IESE in Kaiserslautern gehört zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Software- und Systementwicklungsmethoden. Die Produkte seiner Kooperationspartner werden wesentlich durch Software bestimmt. Die Spanne reicht von Automobil- und Transportsystemen über Automatisierung und Anlagenbau, Informationssysteme, Gesundheitswesen und Medizintechnik bis hin zu Softwaresystemen für den öffentlichen Sektor. Die Lösungen sind flexibel skalierbar. Damit ist das Institut der kompetente Technologiepartner für Firmen jeder Größe – vom Kleinunternehmen bis zum Großkonzern.

Unter der Leitung von Prof. Dieter Rombach und Prof. Peter Liggesmeyer trägt das Fraunhofer IESE seit über 15 Jahren maßgeblich zur Stärkung des aufstrebenden IT-Standorts Kaiserslautern bei. Im Fraunhofer-Verbund für Informations- und Kommunikationstechnik engagiert es sich gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten für richtungsweisende Schlüsseltechnologien von morgen.

Das Fraunhofer IESE ist eines von 60 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft. Zusammen gestalten sie die angewandte Forschung in Europa wesentlich mit und tragen zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei.

Nicole Spanier-Baro | Fraunhofer IESE
Weitere Informationen:
http://www.iese.fraunhofer.de
http://www.iese.fraunhofer.de/de/presse/current_releases/PM_2013_22_180913_iese-patent.html

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