Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobiler Zugriff auf das polizeiliche Fahndungssystem

21.07.2009
Gemeinsames Projekt von Berliner Polizei und Freier Universität

Die Berliner Polizei und Wissenschaftler des Instituts für Informatik der Freien Universität kooperierten bei der Entwicklung eines Systems, über das auf der Basis von modernen Handys Fahndungs- und Meldedaten mobil abgefragt werden können.

Nachdem nun die Testphase des Systems abgeschlossen wurde, können Mitarbeiter der Polizei auch mobil und außerhalb ihrer Dienstellen auf das Polizeiliche Landessystem für Information, Kommunikation und Sachbearbeitung (POLIKS) zugreifen. Dies war bislang nur über die Arbeitsplatzrechner in den Dienststellen der Polizei möglich.

Damit gehört die aufwändige und umständliche Abfrage der polizeirelevanten Daten per Funk oder Telefon bei Verdachtsfällen oder Straftaten der Vergangenheit an. Für die Bürger bedeutet das eine erhöhte Sicherheit, denn durch mPOLIKS wird sowohl die Prävention von Verbrechen als auch die Fahndung nach verdächtigen Personen, Gegenständen oder Fahrzeugen erleichtert. Über die handlichen Geräte können aber nicht nur polizeiliche Fahndungsdaten direkt abgerufen werden, sondern beispielsweise auch relevante Daten aus dem Einwohnermeldeamt, dem Kraftverkehrsamt oder dem Informationssystem des Schengener Abkommens.

Die Daten werden bei allen Abfragen verschlüsselt und geschützt übertragen. Sie sind nur für autorisierte Benutzer der Polizei sichtbar und durch komplexe Sicherheitsmechanismen jederzeit vor Zugriffen Unbefugter abgeschirmt. Auch die Mitarbeiter der Freien Universität können die Daten nicht einsehen. Als weiterer Vorteil ist die Übermittlung taktischer Hinweise an die Polizisten zu nennen, um damit ihre Eigensicherung zu erhöhen.

Die Wissenschaftler der Freien Universität entwickelten "mPOLIKS" (das "m" steht für mobil) gemeinsam mit der Berliner Polizei im Rahmen einer Kooperation, die bereits seit 2006 besteht. Bei der Entwicklung des Systems sind auch Erfahrungen des Instituts aus anderen mobilen E-Business-Projekten eingeflossen.

Bei dem neuen System kommt die Windows-Mobile-Technologie des Unternehmens Microsoft zur Anwendung, mit der Polizisten unabhängig von ihrem Standort auf wichtige Informationen, Inhalte oder Anwendungen zugreifen und somit Tatumstände, Personalien und Fahrzeuginformationen gleich vor Ort verwerten können.

Interessierte Medienvertreter sind herzlich eingeladen, an einem Pressegespräch mit anschließendem Fototermin, bei dem die neuen Geräte vorgestellt werden, teilzunehmen.

Teilnehmer:
- Polizeivizepräsident Gerd Neubeck
- Vizepräsident der Freien Universität Jochen Schiller
- Leitender Kriminaldirektor Ulrich Bechem, Abteilungsleiter ZSE III
- Technischer Rat Ernst Mäfers, Sachgebietsleiter ZSE III B
- Projektleiter AG Technische Informatik der Freien Universität Nico Wanner
Zeit:
Donnerstag, 23. Juli 2009, 10.00 Uhr
Ort:
Medienraum im Polizeipräsidium, Platz der Luftbrücke 6, Tempelhof
Um Anmeldung unter der Rufnummer (030) 46 64 - 90 40 90 wird gebeten.
E-Mail:
pressedienst@polizei.berlin.de
kommunikationsstelle@fu-berlin.de

Carsten Wette | idw
Weitere Informationen:
http://www.polizei.berlin.de
http://www.fu-berlin.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie