Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Lebensqualität für ältere Menschen

29.10.2010
Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts „FoSIBLE“ erforscht die Universität Siegen neue Medien, die zur sozialen Eingebundenheit, Selbstständigkeit und somit zur verbesserten Lebensqualität von älteren Menschen beitragen.

FoSIBLE - Fostering Social Interaction for the Well-Being of the Elderly – ist ein deutsch-französisch-österreichisches Kooperationsprojekt. Das Ziel des Projekts ist die Minderung von Einschränkungen der Lebensqualität durch Isolation, Vereinsamung und Depressionen mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien.

Dabei soll den älteren Menschen durch die Förderung sozialer Interaktionen und die Teilhabe an der Gesellschaft eine hohe Lebensqualität und Selbstständigkeit bis ins hohe Alter und in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden. Als Hilfsmittel werden dabei TV-basierte Medienzentren, Spielekonsolen, Bewegungssensoren und intelligente Möbel eingesetzt. Sowohl das Miteinander im sozialen Umfeld der älteren Menschen als auch körperliche Aktivitäten sollen mit Hilfe der innovativen Technologien gefördert werden.

Die Universität Siegen trägt die Verantwortung für wichtige Aufgabenpakete von FoSIBLE: vom Entwurf und der Entwicklung der Prototypen bis hin zu zukünftigen Tests. Die Arbeit der Siegener Wissenschaftler ist am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien angesiedelt. Methodisch basieren die Arbeiten der Siegener Forscher auf dem Ansatz der Living Labs. Dabei handelt es sich um eine Versuchssituation, bei der der Nutzer im Mittelpunkt steht, und in der Entwurfsideen und Prototypen mit den Nutzern gemeinsam in einer lebensechten Umgebung ausprobiert werden. „Wir erweitern die gegenwärtige Living Lab-Infrastruktur um Haushalte mit älteren Menschen. Gern würden wir zudem eine bestehende Marktlücke schließen, indem wir potenziellen Industriepartnern eine Infrastruktur bieten, die es möglich macht, die (technologischen) Bedürfnisse von Senioren besser zu verstehen.“, sagt Prof. Dr. Volker Wulf, Leiter des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien.

Das Projekt FoSIBLE wird im Rahmen des Förderprogramms „Ambient Assisted Living Joint Programme“ (AAL-JP) finanziert. Dieses wird von 23 europäischen Ländern organisiert und mitgetragen. FoSIBLE ist die Antwort auf die zweite Ausschreibung des AAL, die die Verbesserung der Lebensverhältnisse von älteren Menschen zum Thema hatte. An dem Projekt sind Forschungseinrichtungen (Universität Siegen, Universität Duisburg-Essen, Université de Technologie Troyes, Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme, Austrian Institute of Technology, Center of Usability Research), Unternehmen (Kaasa Solution GmbH, Mauser Einrichtungssysteme GmbH & Co.) sowie eine Anwender-Organisation (Malakoff-Médéric Centre Les Arcades) aus Deutschland, Frankreich und Österreich beteiligt.

Kontakt:
Prof. Dr. Volker Wulf
Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik und Neue Medien
Universität Siegen
Tel.: +49 (0) 271 - 740 - 4036
Mail: volker.wulf@uni-siegen.de

Nicole Stötzel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-siegen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht mce mediacomeurope schließt Kooperationsvertrag mit Anixe TV
13.04.2018 | mce mediacomeurope GmbH

nachricht Gebärdensprache neu gedacht
14.03.2018 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics