Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Media-Hype: Mobile lässt Internet stehen

20.08.2010
Schwellenländer entscheiden Rennen um schnellste Wachstumsraten

Das rasante Wachstum des Medienmarktes vollzieht sich in Zukunft hauptsächlich auf einem Weg: mobil. Der Mobile-Media-Bereich wird sogar die weltweiten Wachstumsraten des Internets hinter sich lassen, wie die Marktforscher von Nielsen Wire und der Cambridge Group zeigen.

Besonders die Schwellenländer treiben dabei die Nachfrage nach Kommunikation via Handys und Smartphones. Mobile Medien werden das Web überholen und in den kommenden Jahren schneller wachsen als alle anderen traditionellen Medienplattformen, so die Vorhersage.

Zwar bleibt auch das klassische Internet weiterhin im Aufwärtstrend, prognostizieren die Experten - allerdings auf einem vergleichsweise langsameren Level. Bis 2015 flacht die Nachfrage nach Informationen aus dem Web ab, während der Mobile-Media-Bereich Fahrt aufnimmt. Gerade in den BRIC-Ländern Brasilien, Russland, Indien und China verzeichnet das mobile Segment dann Wachstumsraten um sieben Prozent. So entwickeln sich die Emerging Markets etwa richtiggehend zur App-Goldgrube (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/100721004/). In den gesättigten Märkten der Industriestaaten legt der Mobilbereich immerhin noch um zwei Prozent zu.

140 Handys für 100 User

Der Grund für die bevorstehende Neuordnung der Verhältnisse auf dem Medienmarkt liegt den Marktforschern zufolge in der Wirtschaftskraft der Verbraucher in jenen Ländern. So sind mobile Geräte und Dienste schon bei vergleichsweise niedrigen Haushaltseinkommen leistbar. Eine Internetpenetration von 50 Prozent in bestimmten Regionen erfordert etwa ein Pro-Kopf-BIP von rund 20.000 Dollar. In vielen Ländern übersteigt die mobile Marktpenetration die 50-Prozent-Marke hingegen schon ab einem BIP von nur 5.000 Dollar deutlich.

Innerhalb von fünf bis zehn Jahren werden laut Prognose selbst in sehr armen Ländern auf 100 Einwohner rund 140 Mobiltelefone kommen. Mit den verfügbaren Einkommen steigt das Verhältnis noch weiter. Dahingehend wird sich die Kluft zwischen reichen und armen Staaten weitgehend schließen, meinen die Experten. Die mobile Kommunikation wird in den Schwellenländern zudem ihrerseits zu weiterem wirtschaftlichem Wachstum beitragen. Die Medienindustrie und ihre Plattformen stehen aber vor einer umfassenden Neustrukturierung.

Manuel Haglmüller | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.nielsen.com
http://www.cambridgegroup.com/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften