Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Leben in einer vernetzten Welt

05.08.2009
Interdisziplinäre Forschungsinitiative befasst sich mit der Zukunft des Internets

Noch vor 15 Jahren konnte sich kaum jemand vorstellen, dass Skype-Konferenzen und Chatten mit Menschen am anderen Ende der Welt, soziale Online-Netzwerke oder das Herunterladen von umfangreicher Literatur, Filmen oder Musik auf den eigenen Computer irgendwann zum Alltag gehören würden.

Das Internet macht’s möglich. Das World Wide Web und die damit verbundenen Technologien werden unser Leben in den kommenden Jahrzehnten weiterhin schnell, tiefgreifend und in noch ungeahntem Ausmaß verändern.

Mit interdisziplinären Forschungsfragen auf dem Weg dorthin befasst sich die neue Forschungsinitative „Future Internet“ an der Leibniz Universität Hannover.

In der im November 2008 gegründeten Initiative sollen verschiedene Forschungseinrichtungen in einem „Wissenschaftscampus“ fakultätsübergreifend vernetzt werden. Anträge auf Finanzierung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Europäische Union sind in Arbeit. Ziel ist es, für das Thema in Niedersachsen eine Führungsrolle zu übernehmen und die Grundlage für weitere Drittmittelprojekte zu schaffen.

Zusammengetan haben sich fünf Fachgebiete der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik, das Regionale Rechenzentrum Niedersachsen, das Forschungszentrum L3S, das Institut für Rechtsinformatik der Juristischen Fakultät, das Institut für Marketing und Management der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowie die Technische Informationsbibliothek (TIB) mit jeweils verschiedenen Forschungsschwerpunkten. Die Bandbreite der Aktivitäten ist groß. Sie reicht von Software-Architekturen für neue Suchsysteme, die etwa auch Tonaufnahmen, Bilder und Videos durchsuchen können, der Entwicklung einer Infrastruktur für digitale Bibliotheken, intelligenten Kameras, die zum Beispiel eigenständig bei Veranstaltungen charakteristische Muster von Massenpanik von normalen Besucherströmen unterscheiden können, bis hin zur Weiterentwicklung von internetbasierten, miteinander kommunizierenden Navigationssystemen.

Das Institut für Rechtsinformatik befasst sich mit Datenschutz- und Datensicherheitsfragen, Haftung und Urheberrecht. Um die kommerzielle Seite anhand von Bedürfnis- und Motivforschung, Nutzungsakzeptanz und Marktbearbeitung kümmert sich das Institut für Marketing und Management. Die Mitglieder der Initiative haben ehrgeizige Ziele. „Wir wollen die Grundlage für eine langfristig drittmittelfinanzierte Forschung schaffen und planen die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern“, sagt Prof. Bernardo Wagner, Sprecher der Forschungsinitiative.

Dr. Stefanie Beier | Leibniz Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie