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Jährlich 3.000 Jugendschutzverletzungen im Netz

25.08.2009
jugendschutz.net fordert mehr Rücksicht auf Bedürfnisse von Kindern

Im Jahr 2008 hat die Initiative jugendschutz.net erstmals mehr als 3.000 neue Jugendschutzverstöße im Web registriert.

Wie aus dem aktuellen Jahresbericht der Internetaufsicht hervorgeht, sind Kinder und Jugendliche online mit wachsenden Risiken und Bedrohungen konfrontiert. Während soziale Netzwerke und Videoplattformen inzwischen für die Heranwachsenden zum Alltag gehören, nehmen auch die damit verbundenen Gefahren zu, warnt jugendschutz.net und fordert mehr Rücksicht auf die besonderen Schutzbedürfnisse der jungen Generation.

"Es reicht nicht, dass Web-2.0-Betreiber nur gegen gemeldete Verstöße vorgehen. Sie müssen ihre Vorsorge verbessern, um Risiken für Kinder und Jugendliche zu reduzieren", fordert auch Staatssekretärin Vera Reiß im rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur anlässlich der Veröffentlichung des jugendschutz.net-Jahresberichts.

"Es gibt generell eine stetige Zunahme der registrierten Verstöße (im Jahr 2007 waren es 2.883). Ein wachsender Problembereich ist beispielsweise die Verherrlichung von Essstörungen im Internet", erläutert Friedemann Schindler von jugendschutz.net auf Nachfrage von pressetext. Laut dem Bericht handelte es sich bei 58 Prozent der Verstöße im vergangenen Jahr um pornografische Seiten, 15 Prozent waren Webauftritte mit rechtsextremen Inhalten und Angebote, die Essstörungen verherrlichten, kamen auf sechs Prozent. 1.369 Fälle der mehr als 3.000 Übertretungen entstammten direkt aus Deutschland - ein Plus von elf Prozent.

Besonders starke Zuwächse gab es im Web 2.0. So beanstandete jugendschutz.net auf Videoportalen 1.460 Gewalt- und Neonazi-Filme. "Die größten Steigerungen waren im Bereich der Social Communitys und Videoplattformen festzustellen. Auf Videoplattformen wurden doppelt so viele Gewalt- und Neonazi-Filme gefunden wie im Vorjahr (660)", bestätigt Schindler gegenüber pressetext. In Social Networks wiederum gab es offenbar vor allem pornografische Inhalte zu beanstanden, außerdem stießen die Jugendschützer dort auf rechtsextreme Propaganda und sexuelle Belästigungen.

Eltern könnten den Medienwelten ihrer Kinder oft nicht mehr folgen, so Schindler. Daher erarbeite jugendschutz.net praxisnahe Hilfestellungen zum sicheren Surfen. Die unzulässigen Angebote findet die Einrichtung zumeist über Hinweise aus der Bevölkerung sowie durch gezielte Recherchen. Mit der zunehmenden Etablierung von Web-2.0-Plattformen werde es noch wichtiger, dass Kinder und Jugendliche auf ihre Sicherheit achteten und insbesondere auch über Datenschutzrisiken aufgeklärt würden, so jugendschutz.net. Häufig geben Kinder online zu viel Persönliches preis und sind ohne Unterstützung nicht in der Lage, mögliche Folgen richtig abzuschätzen.

Claudia Zettel | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.jugendschutz.net

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