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Interaktive „Forschungsweltkarte“: TU Graz visualisiert wissenschaftlichen Austausch

08.04.2013
Bemerkenswert: Österreichs Scientific Community ist besonders vernetzt

Zusammenarbeit ist das Herzstück von wissenschaftlichem Fortschritt. Sich austauschen, Ergebnisse diskutieren, Ideen anzweifeln und Lösungen gemeinsam weiterentwickeln gehören zum Forschungsalltag.


Die interaktive "Forschungsweltkarte" zeigt, wie besonders vernetzt und international die österreichische Wissenschaft ist. TU Graz/TEAM

Das Institut für Wissensmanagement der TU Graz koordiniert das EU-Projekt TEAM, in dem nun erstmals und in Kooperation mit Mendeley, einem englischen Softwareanbieter speziell für Wissenschafter, die weltweite Vernetzung von Forschungsaktivitäten über eine interaktive „Weltkarte“ visualisiert wurde. Besonders auffällig: Eine Handvoll kleiner europäischer Länder zeigt sich besonders international – darunter auch Österreich.

Teamwork in vielerlei Hinsicht: Das Institut für Wissensmanagement der TU Graz koordiniert das EU-geförderte Projekt „TEAM“, das die bereits sehr vernetzte akademische Welt noch ein Stück näher zusammenbringen will. „Mit der zunehmenden Spezialisierung liegt es auf der Hand, Wissenschafter mit gleichen Forschungsinteressen eher außerhalb der eigenen Institution oder gar nur im Ausland zu finden“, erklärt Stefanie Lindstaedt, Leiterin des Instituts für Wissensmanagement. TEAM steht für „Transferring Knowledge in Academic Knowledge Management“ und hat beispielsweise zum Ziel, Algorithmen zu entwickeln, die die Deckungsgleichheit von wissenschaftlichen Publikationen aufzeigen oder Forscher zusammenzubringen, die ähnliche Suchmuster in wissenschaftlichen Datenbanken haben.

Grenzenlose Forschung

Mendeley ist spezialisiert auf Forschungsdatenbanken und bietet eine Plattform, in der sich mittlerweile Wissenschafter aus 113 Ländern in über 200.000 „Gruppen“ in ihren jeweiligen Spezialdisziplinen organisiert haben und sich austauschen. Mit diesen Daten haben die Forscher untersucht, wie kooperativ Forschung in den einzelnen Ländern passiert. „Wir haben eine interaktive ‚Weltkarte‘ entwickelt, die auf einen Blick zeigt, wie intensiv die Scientific Community vernetzt ist. Sehr bemerkenswert ist, dass sich einige kleine europäische Länder besonders international zeigen, darunter Belgien, Dänemark – und eben Österreich“, erläutert Lindstaedt. Das Projekt wurde während eines Austausches zwischen Mendeley und dem Know-Center der TU Graz im Rahmen des TEAM-Projektes von Peter Kraker (PhD student, KnowCenter/TU Graz), Sebastian Pöhlmann (Insights and Analytics Manager) und Piotr Drozd (Community and Business Intelligence Analyst) initiiert.

Austausch in Echtzeit

Neben der Forschungsweltkarte wird im Projekt TEAM auch eine Desktop-Applikation für Forscher entwickelt, mit der sie ihre wissenschaftlichen Publikationen managen, mit der Community teilen und gegenseitig mit Anmerkungen versehen können. „Wir planen außerdem eine Website, die per Mausklick Statistiken über wissenschaftliche Publikationen und Autoren, Trends für jede Forschungsdisziplin, Paper-Empfehlungen und eine kurze Vorstellung von Wissenschaftern mit ähnlichen Forschungsinteressen gibt“, führt Stefanie Lindstaedt die weiteren Vorhaben von TEAM bis 2014 aus. Assoziierter Partner des Projekts ist das an der TU Graz angesiedelte K1-Zentrum „Know Center“, dessen wissenschaftliche Geschäftsführung ebenfalls Stefanie Lindstaedt innehat.

Weitere Informationen:

http://labs.mendeley.com/collab-map/
Die interaktive "Forschungsweltkarte" zum Ausprobieren

Alice Senarclens de Grancy | Technische Universität Graz
Weitere Informationen:
http://labs.mendeley.com/collab-map/
http://www.tugraz.at

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