Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovationsschule des HPI: "Social Sounds" sollen bei jungen Leuten die E-Mail ablösen

15.02.2011
Einen neuen mobilen Handydienst, der Nachrichten aus sozialen Netzwerken und E-Mails als personalisiertes Radio für unterwegs hörbar macht, haben Studenten der HPI School of Design Thinking prototypisch entwickelt.

Das interdisziplinäre Team kreierte damit in Zusammenarbeit mit Projektpartner Deutsche Telekom AG einen Dienst, der digitale Kommunikation in neuer Form erlebbar machen könnte. Ihre Lösung nannten die kreativen Querdenker "Social Sounds". Den Prototypen stellten sie anlässlich der Verabschiedung des vierten Absolventenjahrgangs der Innovationsschule des Hasso-Plattner-Instituts vor. Für das kommende Sommersemester dort kann man sich noch bis 28. Februar bewerben am HPI.

Social Sounds ermöglicht es, auf einer integrierten Plattform - von den Studenten "T-Hub" genannt - Nachrichten, E-Mails und Statusmeldungen aus verschiedenen Kanälen zusammenzuführen und sich diese von überall aus über eine persönliche Hotline auf dem Handy anzuhören. Durch die persönliche Konfiguration der Plattform können die Inhalte jederzeit individuell angepasst werden, z.B. aus welchen sozialen Netzwerken welche Inhalte abgerufen, welche E-Mails vorgelesen oder von welchen Personen Informationen empfangen werden sollen. Dabei kann auch das Musikportal musicload.de der Telekom genutzt werden, um Nachrichten mit personalisierter Musik zu unterlegen.

Zusätzlich bietet die Lösung die Möglichkeit, ein Stimmprofil anzulegen, so dass Nachrichten nicht mit einer fremd klingenden Computerstimme vorgelesen werden, sondern mit einer natürlichen und vertrauten. "Social Sounds" entspricht den Kommunikationsbedürfnissen der Jugendlichen von heute und ist damit wegweisend für die digitale Kommunikation von morgen", erklärte Katrin Dribbisch, Mitglied des Design-Thinking-Teams. Damit könne der Wunsch erfüllt werden, ständig auf dem Laufenden zu bleiben, ohne dabei alles um sich herum stehen und liegen zu lassen. "Unser Audio-Dienst schafft es, quasi nebenbei über verschiedene Kommunikationskanäle, wie E-Mail und Facebook, informiert zu sein und die Hände für andere Dinge frei zu haben", betonte Dribbisch.

Auftraggeber auf Seiten der Telekom war deren Einheit New Business Development.

Hintergrund zur HPI School of Design Thinking

Das Zusatzstudium "Design Thinking" an der HPI School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam-Babelsberg richtet sich an Studierende, die kurz vor dem Diplom-, Master- oder Magister-Abschluss in ihrer Disziplin stehen. Pro Semester werden höchstens 120 Studierende angenommen - je 40 in zwei Basic-Kursen und einem Advanced-Lehrgang. Studiengebühren fallen nicht an. Die Ausbildungsdauer beträgt ein oder zwei Semester - bei zwei Präsenztagen pro Woche in Potsdam. Der erfolgreiche Abschluss wird mit einem Zertifikat des Instituts bescheinigt. Modell hat die berühmte "d.school" der US-Eliteuniversität Stanford im Silicon Valley gestanden, das Schwesterinstitut des Potsdamer HPI. Revolutionär an der neuen akademischen Zusatzausbildung ist, dass sowohl die vier bis fünf Studenten pro Lerngruppe als auch ihre Professoren und Dozenten jeweils aus ganz unterschiedlichen Disziplinen kommen. Den Studierenden stehen erfahrene Professoren und Dozenten aus verschiedenen Fachbereichen zur Seite, vornehmlich aus der Wissenschaftslandschaft Berlin/Brandenburg.

Kurzprofil Hasso Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 450 Studenten genutzt wird. Insgesamt gut ein Dutzend Professoren und über 50 weitere Lehrende sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe und vernetzte IT-Systeme. Das HPI kam beim jüngsten CHE-Hochschulranking unter die besten vier Informatikstudiengänge im deutschsprachigen Raum, die sich Rang 1 teilen.

Studentische Ansprechpartnerin für Fragen:
Katrin Dribbisch, E-Mail: katrin.dribbisch@googlemail.com
Mobil 0176 820 950 97

Hans-Joachim Allgaier | idw
Weitere Informationen:
http://www.hpi.uni-potsdam.de/presse/download/d_vision_day.html
http://www.hpi.uni-potsdam.de/d_school/studium/bewerbung.html
http://www.hpi.uni-potsdam.de/presse/pressemitteilungen.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops

Dichtes Gefäßnetz reguliert Bildung von Thrombozyten im Knochenmark

25.07.2017 | Biowissenschaften Chemie