Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gründerzentrum für "1000 Start-ups" soll 2016 in Paris eröffnen

18.10.2013
Ende September 2013 startete die Stadt Paris ein Projekt für ein gigantisches Gründerzentrum. Das Projekt soll 2016 Platz für bis zu 1000 innovative IT-Start-ups auf einer Fläche von 30.000 qm bieten. Nach Aussage der Stadt Paris ist dieses Projekt aufgrund seiner Größe in der Welt einzigartig.+

Dieses Projekt ist Teil des Programms "Paris – die digitale Stadt", das von Fleur Pellerin, Staatsministerin für KMU, Innovation und digitale Wirtschaft, im Oktober 2012 angekündigt wurde. Es wird hauptsächlich vom Unternehmer Xavier Niel, Gründer des Telekommunikationsanbieters Free, finanziert.


Vorplatz und neue Eingangshalle des künftigen Zentrums - © Wilmotte & Associés SA


Innenraumgestaltung des künftigen Zentrums - © Wilmotte & Associés SA

Weitere Investoren sind die Stadt Paris und die Caisse des dépôts et consignations (CDC). "Paris ist eine magische Stadt, eine Stadt, die viele Menschen aus der ganzen Welt anzieht und in der die digitalen Medien immer mehr an Bedeutung gewinnen. Doch für junge Unternehmen, die sich hier ansiedeln wollen, mangelt es an preiswerten und funktionalen Standorten, die mit Breitband oder Shared-Services ausgestattet sind", erklärt Xavier Niel.

Das französische Silicon Valley

Auch wenn einige der heute größten Internetportale, wie Deezer oder Dailymotion, französischen Ursprungs sind, haben diese Unternehmen doch häufig zur Konkurrenz gewechselt, da dort oft bessere finanzielle Bedingungen herrschen. Aus diesem Grund hat Paris beschlossen, der Hauptstadt zu einer größeren Sichtbarkeit zu verhelfen und neue finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. "Ein physischer Standort, der das Ökosystem verkörpert, ist ein gutes Instrument", erklärt Jean-David Chamboredon, Leiter des Venture-Capital-Fonds Isai, Investor des Projekts. "Hinsichtlich der Kommunikation ist dies ein Werkzeug, das sich gegenüber internationalen Investoren als sehr nützlich erweisen könnte."

Die "Halle Freyssinet" im 13. Arrondissement ist ein ehemaliges historisches Denkmal der SNCF (französische Bahngesellschaft). Neben dem Gründerzentrum wird es in der neuen Halle auch Coworking-Bereiche, ein FabLab, ein geräumiges Auditorium, eine große Bar und ein Restaurant geben, das 24 Stunden geöffnet hat. Mit diesem Konzept soll der Austausch zwischen Unternehmern gefördert werden.

Weitere Informationen auf der Webseite des Projekts "1000 Start-ups" (auf Englisch): http://1000startupsparis.fr/en/

Quellen:
- "Le méga-incubateur parisien financé par Xavier Niel en images", Artikel aus Journal du Net – 24.09.2013 - http://www.journaldunet.com/web-tech/start-up/xavier-niel-va-financer-un-mega-incubateur-a-paris-0913.shtml

- "Xavier Niel lance un incubateur géant pour start-up à Paris", Artikel aus L'Expansion – 24.09.2013 - http://lexpansion.lexpress.fr/high-tech/xavier-niel-lance-un-incubateur-geant-pour-start-up-a-paris_402869.html

Redakteur: Aurélien Filiali, aurelien.filiali@diplomatie.gouv.fr

Aurélien Filiali | Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de

Weitere Berichte zu: 1000 Start-ups Gründerzentrum Investor Silicon Valley

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie