Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Greifswalder Universität setzt Fremdsprachenprojekt auf Internetbasis um

10.11.2008
Die European University Foundation - Campus Europae hat den Zuschlag für ein EU-Projekt im Gesamtwert von rund 400.000 € bekommen. Die Universität Greifswald ist neben Hamburg die einzige Universität in Deutschland, die an Campus Europae (CE) teilnimmt.

Die Greifswalderin Dr. Heidrun Peters war als Mitglied der Expertengruppe für Fremdsprachen an der Entwicklung des Projektes maßgeblich beteiligt. Bei dem Projekt mit dem Kürzel Hook Up geht es um die Nutzung des Internet-learning für die Vermittlung einer Fremdsprache.

Der Erfolg eines Studienauslandsaufenthaltes hängt entscheidend von den Sprachkompetenzen der Studierenden ab. Mit dem Projekt Hook Up sollen Studierende die Sprache ihres Gastlandes so gut lernen, dass sie Vorlesungen und Seminare in der Landessprache besuchen und auch Prüfungen ablegen können. Ziel ist ein CE-Degree, d. h. ein Doppel-Diplom, das europaweit anerkannt wird.

Bisher absolvieren viele Studierende ein Teilstudium in einem Land, dessen Sprache sie kaum kennen. Während des Aufenthaltes konzentrieren sie sich oft nur auf englischsprachige Lehrveranstaltungen in ihrem Fach. Campus Europae möchte junge Menschen jedoch ermuntern, eine zweite europäische Fremdsprache (außer Englisch) zu erlernen. Ziel ist, neben fachlichen Kompetenzen und Kenntnissen auch Einstellungen und Haltungen so zu entwickeln, dass die Studierenden aktiv und verantwortungsvoll am sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben in Europa teilhaben.

Hook Up entwickelt Methoden und Angebote, um in kurzer Zeit solche Grundkenntnisse einer unbekannten Fremdsprache zu erwerben, dass ein Studienaufenthalt möglich ist. Das Programm zielt auf das schnelle, effektive und nachhaltige Lernen einer unbekannten Fremdsprache.

Dazu wird ein mehrstufiges System fremdsprachlicher Aktivitäten aufgebaut, zu dem Unterricht in klassischen Sprachkursen in Form eines sechswöchigen Intensivkurses ebenso gehört wie die Betreuung der Studierenden durch Muttersprachler des Ziellandes vor und nach dem Auslandsaufenthalt und die Integration in soziale Netzwerke. So sollen während der Studienaufhalte u. a. Kontakte zu älteren Menschen, Kindertagesstätten, sozialen und kulturellen Vereinen vermittelt werden. Neu in Hook Up ist auch die sprachliche Vorbereitung in einem virtuellen Klassenzimmer auf einer Internetplattform, in dem Sprachübungen, Texte, Links zu Online-Material bereitgestellt und kommunikative Aktivitäten mittels kostenloser Videokonferenzen und Internettelefonie, Chats, Foren etc. unter der Anleitung erfahrener Lehrer und Tutoren organisiert werden. In Greifswald engagiert sich Dr. Heidrun Peters seit einigen Jahren für derartige Arbeitsmethoden, die als Ergänzung zu Lehrveranstaltungen angeboten werden.

Die European University Foundation - Campus Europae mit Hauptsitz in Luxemburg fördert die Zusammenarbeit der Universitäten und den Studentenaustausch in Europa. Derzeit gehören der Plattform 17 europäische Universitäten an. Dabei werden Kooperationsbeziehungen zwischen den einzelnen Universitäten aufgebaut. Der Ausbau der Sprachkompetenz nimmt einen hohen Stellenwert ein.

Kontakt:
PD Dr. phil. Heidrun Peters
Fremdsprachen- und Medienzentrum der Universität Greifswald
Bahnhofstraße 50
17487 Greifswald
Tel: 03834 86-3475
Fax: 03834 86-3481
E-Mail: peters@uni-greifswald.de

Heidrun Peters | Universität Greifswald
Weitere Informationen:
http://www.campuseuropae.org/en/
http://www.kooperation-international.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Gipfel der Evolution – Flechten bei der Artbildung zugeschaut

27.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Elektroimpulse säubern Industriewässer und Lacke

27.04.2017 | Biowissenschaften Chemie