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EU stellt ihre digitale Agenda vor

21.05.2010
Informations- und Kommunikationstechnologien sind Kernbestandteile der EU-Strategie zur Förderung des Wirtschaftswachstums und zur Bewältigung großer Herausforderungen wie Klimawandel und alternde Bevölkerung.

Die Kommission hat einen ehrgeizigen Fünfjahresplan für die Telekommunikationsbranche vorgestellt, um das digitale Potenzial Europas freizusetzen.

Diese digitale Agenda ist Teil der Strategie Europa 2020, ein Plan der EU, mit dem sie im nächsten Jahrzehnt ein höheres Wachstum erreichen will. Die digitale Agenda ist die erste der sieben großen Initiativen der Strategie, die auf den Weg gebracht wird - ein Beweis für die große Bedeutung, die man ihr zumisst.

Entwicklungen in den Informations- und Kommunikationstechnologien sorgen seit 15 Jahren für einen Zuwachs der europäischen Produktivität. Doch, so Kommissarin Neelie Kroes, erfreut sich Europa noch immer nicht aller Vorteile des Digitalzeitalters.

Die Zahlen sprechen für sich.

So haben rund 30 % aller Europäer noch nie das Internet benutzt, obwohl Handel und Dienstleistungen immer mehr ins Netz wandern. Die USA investieren doppelt so viel in IKT wie Europa. Nur 1 % aller Europäer haben einen schnellen Glasfaser-Internetanschluss, gegenüber 12 % der Japaner und 15 % der Südkoreaner.

In dem Plan wird ein stärkerer IT-Einsatz in allen Bereichen der Gesellschaft gefordert. Sieben Ziele werden genannt - als erstes der Abbau von Hindernissen, die grenzübergreifenden Geschäften im Wege stehen. Derlei Hindernisse können eine Erklärung dafür sein, warum derzeit in den USA viermal so viel Musik heruntergeladen wird wie in Europa.

Die EU möchte den Zugang zu rechtmäßigen Online-Inhalten erleichtern und bemüht sich deshalb um die Vereinfachung der Klärung von Urheberrechten und der grenzübergreifenden Lizenzierung. Auch möchte sie elektronische Zahlungen und die elektronische Rechnungstellung vereinfachen.

Eine weitere Priorität ist die beschleunigte Einführung schneller Internetanschlüsse. Die Kommission will Investitionen in Breitband- und Glasfasernetze anregen.

Viele Europäer haben aus Sorge um ihre Privatsphäre Angst vor den neuen Technologien. Deshalb strebt die Kommission strengere Regeln für den Schutz personenbezogener Daten an. Künftig könnten Website-Betreiber verpflichtet werden, ihren Nutzern Verstöße gegen die Sicherheit persönlicher Daten zu melden.

Schließlich wird in dem Plan auch ein kreativerer Einsatz von IT-Lösungen in Bereichen wie Klimawandel und Alterung der Bevölkerung gefordert. Als Beispiele werden energieeffiziente Beleuchtung und Telemedizin genannt. Vorgesehen ist auch die Entwicklung elektronischer Schlüssel für den Zugriff auf Krankenakten.

Hintergundinformationen

Informationsgesellschaft
http://ec.europa.eu/information_society/index_de.htm
Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA)
http://www.enisa.europa.eu/

| Europäische Kommission
Weitere Informationen:
http://www.kooperation-international.de

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