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Empirische Erforschung internetbasierter Kommunikation

15.09.2010
DFG fördert hochschulübergreifendes Netzwerk an der TU Dortmund

Im Internet und speziell in den sozialen Netzwerken des Web 2.0 wie facebook, meinVZ oder myspace haben sich neue Formen der Kommunikation entwickelt.

Im Rahmen des wissenschaftlichen Netzwerks Empirische Erforschung internetbasierter Kommunikation entwickeln 15 Forscherinnen und Forscher aus elf verschiedenen Forschungseinrichtungen und Hochschulen neue Methoden, um den sprachlichen Phänomenen bei der Kommunikation im Netz auf den Grund zu gehen. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Dr. Michael Beißwenger vom Institut für Deutsche Sprache und Literatur der TU Dortmund ist Koordinator und Sprecher des Netzwerkes.

Die Arbeit im Netzwerk ist multidisziplinär: Sie bündelt Fachwissen aus germanistischer Sprachwissenschaft, Korpus- und Computerlinguistik, Informatik und Psychologie, um Vorschläge für Standards zur Aufbereitung von Sprachdaten aus der deutschsprachigen internetbasierten Kommunikation zu erarbeiten und Methoden und Werkzeuge für deren computergestützte Analyse zu entwickeln.

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»Aufbereitung »DFG »Empirisch »Sprachdaten

Aufgrund des digitalen Formats sind Datensammlungen zunächst zwar einfach zu erheben, für die Auswertung bedarf es aber besonderer Methoden. Es fehlen bisher Standards und Analysekategorien, um die sprachlichen und interaktionalen Besonderheiten in den neuen Kommunikationsformen wie E-Mail, Instant Messaging, Chats, Twitter, Weblogs, Skype oder Diskussionen in Foren, Wikis und Online-Communities richtig zu erfassen. Zudem müssen existierende Verfahren zur automatischen Aufbereitung und Verarbeitung von Sprachdaten, die häufig nur für standardsprachliche Schrifttexte entwickelt wurden, an die sprachlichen Besonderheiten des Internets angepasst werden.

Diesen Aufgaben widmen sich im wissenschaftlichen Netzwerk Empirische Erforschung internetbasierter Kommunikation insgesamt 15 Forscherinnen und Forscher. Beteiligt sind neben der TU und der FH Dortmund auch die Ruhr-Universität Bochum, die RWTH Aachen, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Universitäten Augsburg, Hamburg, Münster und Osnabrück, die TU Darmstadt sowie das Fraunhofer Institut für Experimentelle Software Engineering (IESE) in Kaiserslautern. Die Ergebnisse sollen in Publikationen dokumentiert werden, die Vorschläge für Standards und Verfahren werden auch online bereitgestellt.

Kontakt:
Dr. Michael Beißwenger
Institut für deutsche Sprache und Literatur der TU Dortmund
Telefon: (0231) 755-2902
E-Mail: michael.beisswenger@uni-dortmund.de

Ole Lünnemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-dortmund.de

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