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Displaywerbung bremst Online-Werbemarkt

02.06.2010
Wachstum innerhalb eines Jahres von 20 auf 4,5 Prozent eingebrochen

Das allgemein schwache wirtschaftliche Umfeld des Vorjahres hat auch auf dem potenziell vielversprechenden Online-Werbemarkt deutliche Spuren hinterlassen. Wie aus einem aktuellen Bericht des Interactive Advertising Bureau Europe (IAB) hervorgeht, ist das Wachstum in diesem Sektor im Jahr 2009 auf nur mehr 4,5 Prozent gefallen. Im Vorjahr hatte der entsprechende Wert noch auf satten 20 Prozent gelegen. Ausschlaggebend für den Einbruch seien vor allem starke Umsatzeinbußen bei der Displaywerbung, heißt es von Seiten des IAB.

"Was die Entwicklung des Online-Werbemarktes betrifft, befinden wir uns derzeit gerade an einem Scheideweg", stellt Alain Heureux, Chief Executive IAB Europe, gegenüber dem Guardian fest. Auf der einen Seite befinde sich ein boomender Markt für Suchmaschinenwerbung, der zu wachsendem Internet-Traffic und steigenden Umsätzen führe. Auf der anderen Seite stehe die Displaywerbung, die 2009 zwar Schwächen gezeigt habe, durch die zunehmende Beliebtheit von Videos und Social Media aber durchaus noch "reif für weiteres Wachstum" sei, erläutert Heureux.

Display- versus Suchmaschinenwerbung

Dass sich die Suchmaschinenwerbung im Vorjahr deutlich positiver entwickelt hat als ihr Display-Pendant, bestätigen die IAB-Zahlen. Hier wurde 2009 ein Wachstum von 10,6 Prozent verzeichnet, während im letztgenannten Bereich sogar rückläufige Umsätze generiert wurden. Betroffen hiervon sind dabei in erster Linie die größeren Märkte wie etwa Großbritannien (fünf Prozent), Frankreich (sechs Prozent) und Schweden (fünf Prozent), die allesamt Einbrüche verkraften mussten.

"Die durch Suchmaschinenwerbung generierten Umsätze haben jene im Bereich der Anzeigenwerbung im vergangenen Jahr deutlich überflügelt", zitiert der Guardian Vincent Létang, Senior Analyst beim Marktforschungsunternehmen Screen Digest, das für das IAB die Erhebungen durchgeführt hat. Grund hierfür sei der Umstand, dass sich Werbetreibende vorrangig auf den "Return On Investment" bei Werbeformaten konzentriert hätten, die eine direkte Rückmeldung der Konsumenten ermöglichen. "Das hat sich zulasten der Displaywerbung ausgewirkt", so Létang.

Allgemeiner Aufwärtstrend

Insgesamt gesehen hält der Online-Werbemarkt in Europa aber weiterhin an seinem Aufwärtstrend fest: Die generierten Umsätze stiegen von zehn Mrd. Pfund (rund 12 Mrd. Euro) in 2008 auf 14,7 Mrd. Pfund (17,6 Mrd. Euro) in 2009 an. Dies bestätigt sich auch in Deutschland, wo der Internet-Werbesektor 2009 laut IAB um fünf Prozent zulegen konnte. Deutschland gehört gemeinsam mit Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien auch zu jenen Ländern, in denen im Vorjahr 70 Prozent der gesamten europäischen Werbeeinnahmen im Web erwirtschaftet wurden.

Markus Steiner | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.iabeurope.eu

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