Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Crossmediale Präsenz: Neuartige Wege des Wissenstransfers

28.10.2011
Die Volkswagenstiftung fördert einen Antrag zur Wissenschaftsvermittlung des Forschungsprojekts ‚Subjektkonstruktionen und digitale Kultur‘ (SKUDI). Beteiligt sind die Universitäten Hamburg-Harburg, Bremen, Münster und Klagenfurt.

Die Integration und Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die nicht-wissenschaftliche Öffentlichkeit wird gemeinhin als wünschenswert erachtet – jedoch selten erreicht.

Mit dem Wissenschaftsvermittlungsprojekt ‚Crossmediale Präsenz‘ beschreiten interdisziplinäre Forschungsteams der Universitäten Hamburg-Harburg, Bremen, Münster und Klagenfurt innovative Wege des Transfers von Forschungsergebnissen in die interessierte Öffentlichkeit.

In dem Verbundprojekt SKUDI beschäftigen sich die Forscherinnen und Forscher maßgeblich mit Fragen dazu, inwieweit sich in der gegenwärtigen digitalen Kultur neue Muster des Lernens, der Kommunikation-, des Beziehungsmanagements- und der Arbeit entwickeln und darüber hinaus, inwiefern in diesen Mustern zugleich neue Formen von Persönlichkeitsentwicklung angelegt sind.

Die Öffentlichkeitsinitiative richtet sich an Laien, die sich für die digitale Kultur interessieren, mediale und politische Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie alle anderen, die neugierig auf innovative Formen der Wissenschaftsvermittlung sind. Ziel des Projekts ist es, das Verstehen wissenschaftlicher Ergebnisse zu fördern und den öffentlichen Diskurs anzuregen.

Mit diesem Ziel werden informative als auch künstlerische Veranstaltungen, Produkte und Aktionen entwickelt. Das Herzstück der Öffentlichkeitsinitiative bildet ein ‚Crossmediales Produkt‘, eine interaktive Website, in die ein durch Computer-Animationen unterstützter Film eingebettet ist. Im Rahmen des ‚Crossmedialen Produkts‘ können Forschungsergebnisse pointiert und kreativ präsentiert werden, aber auch die Diskussion über und Verbreitung von wissenschaftlichen Themen können forciert werden. Darüber hinaus werden in Deutschland und Österreich öffentliche und öffentlichkeitswirksame Diskussionen gestartet, sogenannte ‚Transferdialoge‘, zu denen Experten und Medienvertreter eingeladen werden, um über ihre Sicht auf aktuelle Entwicklungen der digitalen Kultur zu diskutieren und diese in einen Zusammenhang mit den Forschungsergebnissen zu setzen. Schließlich werden künstlerische Reflexionen über Fragen des Subjekts und der digitalen Kultur an den Standorten Bremen und Klagenfurt initiiert. An der Universität Klagenfurt wird der international renommierte ‚Wissenschafts-Künstler‘ Herwig Turk aus Kärnten die Forschungsfragen und -ergebnisse in eine multimediale Installation mit dem Titel ‚Networked Life‘ überführen.

An der Universität Bremen wird sich das ‚Theater der Versammlung‘ von SKUDI inspirieren lassen und sich mit den Mitteln der Performance mit den Forschungsergebnissen auseinandersetzen. Dabei soll eine ganze Performancedramaturgie entwickelt werden, die im Rahmen von verschiedenen Veranstaltungen, in Bremen und anderswo, aufgeführt werden kann. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Projekts SKUDI werden die Performances begleitende Vorträge anbieten, um dadurch Gelegenheiten für eine breite Streuung und Diskussion der Forschungsergebnisse des Projekts zu schaffen.

Mit der Förderung der ‚Crossmedialen Präsenz‘ unterstützt die VW-Stiftung das Anliegen des SKUDI-Projekts, ihre Forschungsergebnisse auf ansprechende und verständliche Weise in die Gesellschaft zurückzuführen und neue Wege der wissenschaftlichen Vermittlung zu ebnen.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI)
Digitale Medien in der Bildung
Prof. Dr. Heidi Schelhowe
Tel. 0421-218-64370
E-Mail: schelhow@tzi.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.tzi.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise