Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forscher verleihen Avataren Emotionen

24.10.2007
Gesprächsanalyse gibt Rückschlüsse auf Stimmung des Users
Avatare sollen lachen oder weinen, je nach Gemütszustand des Users

Avatare verleihen Menschen in der virtuellen Welt einen Körper sowie ein Gesicht und helfen aufgrund der Visualisierung mit anderen in Kontakt zu treten und sich in Realitäten aus Bits und Bytes zu bewegen. "Die virtuellen Gesellen haben jedoch ein Kommunikationsproblem, da sie zu statisch sind", meinen die beiden Forscher Penny-Anne Kaye De Byl und Christopher William Mills von der australischen University of Southern Queensland. Die Wissenschaftler arbeiten an einer Methode, mit der sie den Avataren Emotionen verleihen wollen, die diese im Web schließlich zeigen können.

Avatare sind im vergangenen Jahr vor allem durch das Online-Spiel Second Life der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Geht es nach den Entwicklern dieser Welten, so sollen sie den Internetuser künftig durch das gesamte Web begleiten und nicht nur auf eine einzelne Webanwendung bzw. ein Rollenspiel beschränkt bleiben (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=071010029 ). Die australischen Forscher wollen den Avataren nun noch zu größerer Ausdrucksstärke verhelfen, indem das virtuelle Abbild des Spielers je nach Stimmung entweder glücklich oder traurig aussehen kann.

De Byl und Mills wollen die Konversation der Avatare analysieren und aus dem Kontext und dem Inhalt auf die Stimmung schließen, berichtet der NewScientist. So werden bestimmte Worte, die von vorne herein mit Emotionen verbunden sind, von dem System gesucht und erkannt. Tauchen sie in einem Gespräch auf, so soll dadurch auf den Gemütszustand geschlossen werden können. Dieselben Methoden können auch in einem Gespräch angewandt werden, wobei hier zusätzlich noch die Stimmlage des Sprechenden in die Analyse einfließen kann.

... mehr zu:
»Avatar »Emotion »Gemütszustand

Ansätze in eine Richtung der Emotionalisierung wurden bereits von anderen Entwicklern unternommen. So kamen Sensoren zum Einsatz, die den Körper der realen Person überwachen. Diese Systeme sollten aufgrund von Messwerten wie Herzschlag oder Intensität der Schweißabsonderung über die Haut auf die Stimmung des Menschen schließen und auf sein virtuelles Abbild übertragen. Sensorenbasierte Methoden sind jedoch aufwendig, zumal einerseits die Hardware vorhanden sein muss und sie andererseits vor dem "Betreten" des Webs positioniert und aktiviert werden müssen.

Andreas List | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uq.edu.au

Weitere Berichte zu: Avatar Emotion Gemütszustand

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Soundbar reduziert Höranstrengung
25.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie