Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mobiles Internet: Kundenansturm für 2008 erwartet

27.09.2007
Rosige Aussichten für Mobilfunk- und Suchmaschinenbetreiber

Mobiles Internet wird auch 2008 die ungebrochene Wachstumsbranche bleiben, wovon sowohl Mobilfunk- als auch Suchmaschinenbetreiber nachhaltig profitieren werden. Zu diesem Ergebnis kommt der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco in seiner aktuellen M-Commerce-Studie, bei der 80 Experten zum Thema Mobile Internet befragt wurden.

Obwohl die Bedeutung von Suchmaschinen, die am Handy verwendet werden können, rasant zunimmt, bleibt laut Insidern vorerst abzuwarten, inwieweit sich der Markt darunter künftig neu strukturieren wird. "Unseren Erfahrungen nach liegt mobiles Internet auf dem Handy derzeit total im Trend", so ein Sprecher von T-Mobile Austria im Gespräch mit pressetext.

So geht jeder vierte Fachmann davon aus, dass die Suchmaschinenbetreiber nach den Mobilfunkanbietern auch im nächsten Jahr die größten Gewinne im Bereich Mobile Internet einfahren werden. Auf den dritten Platz kommen die Anbieter von mobilen Anwendungen, die insbesondere der Unterhaltung des Nutzers dienen. Suchmaschinenbetreibern wie Google oder Yahoo werden vor diesem Hintergrund rosige Aussichten prognostiziert, da diese ihr webbasiertes ISP-Geschäftsmodell auf das Handy übertragen, während die Betreiber nicht nur für die Infrastruktur sorgen, sondern auch die Endgeräte subventionieren.

Laut der Leiterin des Arbeitskreises M-Commerce bei eco, Bettina Horster, wird sich der Marktführer Google den größten Teil des Geschäftskuchens rund um Mobile Internet einverleiben. Diese Einschätzung teilen auch 60 Prozent der befragten Experten, schließlich gehe man davon aus, dass der US-Konzern auch 2008 gemessen am Umsatz in Deutschland unter allen anderen Internetfirmen am stärksten wachsen werde. Auf Platz zwei folgen mit 13 Prozent die Communities YouTube, flickr und MySpace. Neun Prozent entschieden sich hingegen für die Mobilfunkbetreiber, während fünf Prozent andere prominente Marktteilnehmer wie eBay oder Microsoft nannten. Nur jeweils vier Prozent entfielen auf Amazon und Yahoo.

Der große Abstand zwischen Google und Yahoo überraschte die eco-Spezialisten jedoch: "Google überträgt das Konzept aus dem Internet 1:1 auf das Handy. Yahoo bietet dagegen schon eine mobile Optimierung auf wenige, dafür aber relevante Treffer an", so Horster. Trotzdem werde Google auch 2008 eine entscheidende Rolle beim Mobile Internet aufweisen, vorausgesetzt die Suchmaschine ist bereits auf dem Handy vorkonfiguriert. 53 Prozent der befragten Experten glauben, dass die Mobilfunkanbieter die Mobiltelefone künftig mit einer solchen Vorkonfiguration ausliefern werden, 19 Prozent gehen davon aus, dass die Hersteller selbst diese Einstellungen übernehmen werden.

An die Mainstream-Nutzung der Handy-Anwender angepasst, prognostizieren die Experten, dass die Mobilfunkanbieter von ihren eigenen weniger erfolgreichen Suchportalen abgehen und trotz fehlender Subventionierungen, Google und Co. die Rahmenbedingungen so optimal als möglich gestalten werden. Nichtsdestotrotz lassen Web-2.0-Trends im Bereich des mobilen Internets noch auf sich warten. Obwohl das Handy immer stärker personalisiert wird, sind sich die Brancheninsider einig, dass die Nutzung von Web-2.0-Applikationen auch 2008 nur einer kleinen Gruppe besonders fortschrittlicher Personen vorbehalten bleiben wird. Erst ab 2010 wird mit Weiterentwicklungen gerechnet. "Derzeit werden Web-2.0-Applikationen bereits mit mobilen Foto-Bloggings verwendet. Künftig wird diese Art der Nutzung einer breiten Masse zugänglich sein", so der T-Mobile-Austria-Sprecher gegenüber pressetext.

Florian Fügemann | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.eco.de
http://www.t-mobile.at

Weitere Berichte zu: Google Handy Mobilfunkanbieter Suchmaschinenbetreiber Web-2 Yahoo

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops