Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Enge Verzahnung von Peer-to-Peer-Forschung mit Industrie

14.09.2007
Immer mehr Interessengemeinschaften organisieren sich im Internet: YouTube, das berufliche Netzwerk Xing und das StudiVZ zählen zu den bekannteren unter den so genannten Communities.

"Schon heute geht ein Großteil des Datenverkehrs auf solche Interessengemeinschaften zurück", berichtet Prof. Ralf Steinmetz, Leiter des Fachgebietes Multimedia Kommunikation (KOM) der TU Darmstadt, "doch in Zukunft werden die angebotenen Inhalte exponentiell wachsen", sieht der Darmstädter Internet-Experte voraus.

"Insbesondere dem Video-on-Demand werden enorme Wachstumsraten vorhergesagt", ergänzt Nicolas Liebau, Leiter des Forschungsbereichs Peer-to-Peer-Networking am Fachgebiet KOM, "und das ist mit den bislang üblichen Client-/Server-Systemen kaum zu machen. Die Kosten für den enormen Datentransfer vom Server wären zu hoch." Der Darmstädter Wirtschaftsingenieur ist seit März im Aufsichtsrat der Düsseldorfer motionet AG. Das Unternehmen entwickelt eine Software, die es Communities erlaubt, Video-on-Demand-Funktionalitäten basierend auf P2P-Technologien anzubieten.

Erste kommerzielle P2P-Systeme für Video-on-Demand sind bereits in der Testphase. Bei diesen Systemen beteiligt sich jeder Netzwerk-Teilnehmer (Peer) an der Verbreitung der Filme, so dass die Kosten für das Herunterladen der Dateien auf sämtliche Peers verteilt werden.

"Im Rahmen unserer Kooperation mit motionet kooperieren wir mit dem Unternehmen unter anderem bezüglich des Designs der neuen Software. Besonders wichtig für sie ist, wie man in P2P das Beziehen von Bezahlinhalten abrechnen kann und wie man die Nutzer für die Verteilung der Inhalte belohnt, z.B. durch Rabatte. Und genau in diesem Bereich haben wir sehr viel Erfahrung.", berichtet Liebau. "Zudem können wir unseren neuartigen Simulator PeerfactSim.KOM nutzen, um ein Peer-to-Peer-System für die konkrete Anwendung der motionet AG zu testen. Zum Beispiel können wir dadurch ein für die Düsseldorfer geeignetes Overlay-Netzwerk simulieren bevor wir es realisieren."

Ein Overlay-Netzwerk ist ein Netzwerk, das auf ein bestehendes Netzwerk, in diesem Fall das Internet, aufgesetzt wird. Es ermöglicht das Auffinden der Kommunikationspartner in einem Peer-to-Peer-System. Das Unternehmen profitiert bei der Entwicklung damit von neuesten Forschungsergebnissen. "Für uns hat die Zusammenarbeit zusätzlich den Vorteil, dass wir unsere Forschungsergebnisse in der Praxis überprüfen können", freut sich der Darmstädter Wirtschaftsingenieur. Einen ersten Prototyp der Software will die motionet AG bereits Ende des Jahres vorstellen.

Gerda Kneifel | idw
Weitere Informationen:
http://www.multimedia-communications.net/
http://www.motionet.de/typo3/

Weitere Berichte zu: Communities KOM Video-on-Demand Wirtschaftsingenieur

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie