Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Online-Networking verdrängt klassische Kommunikationsmittel

07.09.2007
Taschenkalender und Festnetztelefon verlieren an Bedeutung

Online-Netzwerke lösen nach und nach klassische Kommunikationsmittel wie Taschenkalender, Organizer und Festnetztelefon ab. Nutzer von Networking-Plattformen bevorzugen mittlerweile das Gespräch via Internet-Portal gegenüber traditionellen Medien. Social-Networking bietet die Möglichkeit einer medienübergreifenden Kontaktpflege, die über ein herkömmliches Adressbuch nicht funktioniert.

Wie eine aktuelle internationale Studie des Business-Portals Xing belegt, nutzen 86 Prozent der Plattform-Mitglieder in erster Linie Online-Networking, um ihre Geschäftskontakte zu verwalten. 56 Prozent greifen auf Programme wie Outlook zurück.

Auch das Festnetz kann für die Networker nicht mehr mit dem Online-Austausch mithalten. Zwei Drittel der Befragten bevorzugen die Kontaktpflege im Internet. Die Spitzenreiter dabei sind die Nutzer aus den Arabischen Emiraten. Dort bewerten drei von vier Xing-Mitgliedern das Social-Networking als wichtig oder sehr wichtig während nur 20 Prozent dem Festnetz diesen Stellenwert zuschreiben. In der Bedeutung vorne liegen nur E-Mail und Handy.

Plattformen wie Xing werden auch immer mehr zu internationalen Kontaktaufnahme genutzt. 58 Prozent wollen das Online-Networking dafür einsetzen, weltweite Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Prognosen, wie sich das Networking im Internet künftig entwickeln wird, wolle das Unternehmen allerdings nicht öffentlich abgeben, heißt es seitens Xing auf Nachfrage von pressetext.

Insgesamt sind Internet-Netzwerke für über zwei Drittel der Befragten weltweit wichtig oder sehr wichtig. Das sind um sieben Prozent mehr als noch im vergangenen Jahr. "Auf der Xing-Plattform versammeln sich Geschäftsleute und Berufstätige quer durch alle Branchen, aus allen Ländern der Welt. 285.000 Mitglieder sind Premium-Mitglieder. Dies entspricht einer Steigerung um 10,5 Prozent (27.000 zahlende Mitglieder) im Vergleich zum ersten Quartal 2007. Damit liegt die Bezahlquote derzeit bei 12,3 Prozent", so das Unternehmen gegenüber pressetext. Während Offline-Networking länderübergreifend etwas an Relevanz eingebüßt hat, schätzen immer mehr Nutzer die Unabhängigkeit von Zeit und Ort im Internet. Am geringsten ist das Interesse an Offline-Networking inzwischen in Europa, außerhalb des Kontinents gehen noch deutlich mehr Menschen auf Netzwerk-Events in der realen Welt. Besonders hoch ist der Anteil in der Türkei (87 Prozent) sowie in China, wo drei Viertel der Befragten auf Offline-Networking setzen.

Das Online-Networking setzt sich zunehmend auch in den mittleren und oberen Management-Kreisen durch. Inzwischen sind laut Studie 62 Prozent der Xing-Mitglieder in diesem Bereich angesiedelt. Über ein Viertel der Befragten arbeitet in einem Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern, was darauf hindeutet, dass die Business-Portale auch verstärkt von großen Firmen genutzt werden. Die Anzahl der einzelnen Kontakte pro User wächst ebenfalls. Durchschnittlich verfügt ein Xing-Mitglied über 103 Kontakte. Im vergangenen Jahr lag der Wert erst bei 50 Kontakten. Die Pflege der Kontakte steht für die Mitglieder an oberster Stelle. 88 Prozent gaben an, Networking-Plattformen in erster Linie dafür zu nutzen.

Claudia Zettel | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.xing.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Content-Marketing: In der Praxis angekommen - Studie zu Content-Marketing-Strategien
15.07.2016 | PFH Private Hochschule Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie