Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Podcasts sind im Kommen

22.06.2007
Für Simon Fietze, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Internationalen Institut für Management (IIM), ist diese Technik "klar im Kommen". Und diese Technik heißt: Podcast. Der Name setzt sich aus den beiden Wörtern iPod und broadcasting zusammen. Podcasts sind Radio- und Videosendungen, die im Internet jederzeit abrufbar sind und mit denen sich auch wissenschaftliche Inhalte vermitteln lassen.

In Vorlesungen wird üblicherweise ein Sachverhalt mit Folien visualisiert und mit Worten erklärt. Bilder und Sprache lassen sich aufnehmen, digitalisieren und moderne Computer und Internetverbindungen sind leistungsfähig genug, diese Audio- und Videodokumente zu speichern, sie wiederzugeben und weiterzuleiten.

An amerikanischen Universitäten sind Podcasts in der Lehre verbreiteter als in Deutschland, aber auch hier sind die Vorlesungen aus dem Internet im Kommen. Simon Fietze und Lars-Helge Rüter sind an der Universität Flensburg für die Podcast-Technik verantwortlich. Die ersten Podcasts, so Fietze, gab es an der Universität Flensburg im vergangenen Wintersemester 06/07. Die Fachhochschule Flensburg - seit dem Sommersemester 2006 dabei - unterstützte mit ihren Erfahrungen beim Aufbau der Technik.

Die einzelnen Podcasts zu den Vorlesungen können sich Studierende von einem Server der Universität herunterladen, wenn sie das notwendige Passwort kennen. Was sie brauchen ist ein Rechner und eine kostenlose Software, die auch dafür sorgt, dass man immer die aktuellsten Vorlesungen erhält.

... mehr zu:
»IIM »Podcast »Vorlesung

Lena Jepsen, Studentin am IIM und Podcast-Konsumentin der ersten Stunde, ist von der neuen Technik überzeugt, denn für sie bieten Podcasts Vorteile. Einer ist: Die Studierenden im Hörsaal konzentrieren sich auf das Verstehen und nicht auf das Mitschreiben. Für Jepsen ersetzt ein Podcast die eigene Anwesendheit in der Vorlesung nicht. Wer krank ist, so Lena Jepsen, war bis 2006 generell auf die Aufzeichnungen der Kommilitoninnen und Kommilitonen angewiesen. Doch die können lücken- und fehlerhaft sein. Mit den Podcasts habe sie nun die Möglichkeit, eventuell Versäumtes auf hohem Niveau nachzuholen, sagt sie. Ein weiterer Vorteil: Was man in der Vorlesung noch nicht verstanden hat, wird in der digitalen Wiederholung oft verständlich.

Mittlerweile bieten fünf Professoren Podcasts ihrer Vorlesungen an. Aber auch in Zukunft werden sie reale Professorinnen und Professoren nicht ersetzen, da ist sich Prof. Dr. Martin Spieß vom IIM sicher. Zwar werde die Spontanität in der Vorlesung eingeschränkt und Podcasts setzten einem in der Lehre einen engeren Rahmen, doch unterstützten die Internet-Vorlesungen die Lehre in einem besonderen Maß. Sie sind für Prof. Dr. Martin Spieß eine sinnvolle Ergänzung.

Kontakt:

Simon Fietze, Internationales Institut für Management, Universität Flensburg, Tel: 0461 805 2551, E-Mail: fietze@uni-flensburg.de

Dr. Helge Möller, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Universität Flensburg, Tel.: 0461 - 14 44 916, E-mail: presse@uni-flensburg.de Titel

Dr. Helge Möller | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-flensburg.de/

Weitere Berichte zu: IIM Podcast Vorlesung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie