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Werbemarkt wächst trotz Mehrwertsteuererhöhung

13.04.2007
"Mehr Werbung wirkt Kaufzurückhaltung entgegen"

Der Brutto-Werbemarkt in den klassischen Medien ist in Deutschland in den ersten drei Monaten mit einem Volumen von 4,8 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr um 6,6 Prozent gewachsen. Die Automobilhersteller investierten am stärksten in Werbung, angeheizt durch die CO2-Diskussion, so die Ergebnisse des Marktforschungsunternehmens Nielsen Media Research, das heute, Donnerstag, die Bruttowerbeaufwendungen für das erste Quartal veröffentlicht hat. Somit konnte der durch die Mehrwertsteuer befürchtete Dämpfer zunächst abgefedert werden.

"Die Aufbruchstimmung im Werbemarkt setzt sich erfreulicherweise auch im Verlauf des Jahres 2007 weiter fort", sagt Ludger Wibbelt, Geschäftsführer von Nielsen Media Research. Die Werbewirtschaft forderte die Unternehmen noch im vergangenen Jahr dazu auf, die Werbeetats zu erhöhen, um der Kaufzurückhaltung entgegenzusteuern, die mit Inkrafttreten der Mehrwertsteuererhöhung erwartet wurde. "Viele Unternehmen haben tatsächlich ihre Werbeetats erhöht, vor allem die Einzelhändler. Ein deutlicher Schub war auch in der Autobranche festzustellen", sagt Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), im Gespräch mit pressetext.

Die Automobilkonzerne bewarben ihre Produkte mit zusätzlichen 51,9 Mio. Euro und investierten insgesamt 399,9 Mio. Euro. Sie steigerten ihre Werbeaufwendungen beim Plakat um 225 Prozent auf 38,4 Mio. Euro. Das Werbemedium Plakat hat seine Werbeeinnahmen dadurch um 27 Prozent auf 176 Mio. Euro erhöhen können. Mit Abstand stärkster Werbetreibender der Autobranche war Toyota Deutschland. Stark zeigten sich in dem Quartal die Süßwarenhersteller, die mit Plus 23,3 Prozent ihre Werbeaufwendungen um 26,7 Mio. Euro auf 141,3 Mio. aufstockten. Wachstumstreiber in der Branche waren Ferrero und Masterfoods (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070405026 ). Weiterhin stark blieben die Printmedien, die ihre Investitionen um 43,3 Mio. erhöhten und damit deutliche Impulse setzten. Die Printmedien nutzen ihre Werbeträger vor allem, um auf die Zusatzgeschäfte ihrer Verlage aufmerksam zu machen.

Mit Ausnahme der Publikums- und Fachzeitschriften konnten die restlichen Medien ihre Umsätze steigern. Die Fernsehwirtschaft verbuchte ein Wachstum um 9,6 Prozent auf knapp zwei Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Tageszeitungen verzeichneten ein Plus von 6,6 Prozent und das Radio erwirtschaftete mit einem Plus von 7,5 Prozent rund 310 Mio. Euro.

Linda Osusky | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.nielsenmedia.de

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