Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fachzeitschriften digital: Drei Millionen Seiten Wissenschaft im Internet

14.02.2002


Göttingen und sieben weitere Bibliotheken starten DFG-gefördertes Kooperationsprojekt

Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) und sieben weitere deutsche Bibliotheken mit überregionalen Sondersammelgebieten haben sich zu dem Verein DigiZeitschriften zusammengeschlossen. Sie wollen gemeinsam rund 60 wissenschaftliche Fachzeitschriften digitalisieren und diese Datenbestände über das Internet anderen Bibliotheken, Forschungseinrichtungen und Institutionen weltweit zugänglich machen. In der Göttinger Bibliothek wird dazu ein Dokumentenserver eingerichtet, von dem in drei Jahren nahezu drei Millionen Seiten abgerufen werden können. Insgesamt ist das Projekt auf sechs Jahre angelegt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben im Rahmen ihres Programms "Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen" zunächst mit rund 480.000 Euro unter anderem für Hard- und Software sowie mit der Finanzierung von Mitarbeiterstellen. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Verwertungsgesellschaft Wort leisten Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts.

Prof. Dr. Elmar Mittler, Direktor der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen: "Unser Anliegen ist es, mit Projekten dieser Art die internationale Präsenz deutscher Wissenschaft und deutscher Verlage zu stärken." Die SUB hat mit Förderung der DFG das Göttinger DigitalisierungsZentrum (GDZ) aufgebaut, das unter anderem an der Erfassung von Reisebeschreibungen und Nord-Americana und einem Ausbau der "Sammlung Deutscher Drucke" aus dem 18. Jahrhundert arbeitet. Bekanntestes, inzwischen abgeschlossenes Projekt des GDZ ist die Digitalisierung der Gutenberg-Bibel, die Anfang dieses Monats in das UNESCO-Programm "Gedächtnis der Menschheit" aufgenommen wurde. Dem neuen Verein DigiZeitschriften gehören neben der SUB Göttingen die Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, die Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, die Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a.M., die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (Kiel) - Bibliothek des Instituts für Weltwirtschaft, die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln und die Bayerische Staatsbibliothek München an.

Kontaktadresse:
Inken Köhler und Caren Schweder


Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Papendiek 14, 37073 Göttingen,
Tel. (0551) 39-3855, -5671, -5686, Fax (0551) 39-2361

E-Mail: ikoehler@sub.uni-goettingen.de
und schweder@sub.uni-goettingen.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.digizeitschriften.de/
http://gdz.sub.uni-goettingen.de/

Weitere Berichte zu: DigiZeitschrift SUB Universitätsbibliothek

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten