Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bionik interaktiv

26.10.2006
Das Bionik-Innovations-Centrum und scienceintermedia präsentieren eine virtuelle Entdeckertour

Wie können Schiffe vor dem unerwünschten Bewuchs durch Seepocken, Muscheln und Algen geschützt werden? Die Suche nach einer Lösung gegen das so genannte Biofouling beschäftigt nicht nur die Bionik-Forscher an der Hochschule Bremen.

Sie steht auch im Mittelpunkt einer interaktiven Forschungsreise, die das Bionik-Innovations-Centrum (B-I-C) gemeinsam mit scienceintermedia erstmals auf dem Bionik Kongress "Patente aus der Natur" vom 27.-28. Oktober an der Hochschule Bremen vorstellt.

Das Entdeckerspiel soll vor allem wissenschaftlichen Laien einen Einblick in die Problemfelder und Forschungsziele der Bionik vermitteln. Nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel" schlüpfen die Spieler in die Rolle des Forschers und begeben sich ausgehend vom virtuellen Forschungsschiff "MS Bionik" auf die Suche nach möglichen Lösungen. Dabei wird spielerisch in die Grundlagen der Bionik eingeführt. Drei Jahre arbeiteten die echten Forscher an der künstlichen Haihaut, einem giftfreien Antifoulingverfahren nach dem Vorbild der Natur, das jetzt nach umfangreichen Tests patentiert wurde. Im Spiel gelangt man weitaus schneller zur Lösung, denn der Einsatz Digitaler Medien in der Wissenschaftskommunikation ermöglicht unmittelbare Zugänge zu komplexen Themen.

Das Projekt wurde realisiert von scienceintermedia - der Agentur für digitale Wissenschaftskommunikation. scienceintermedia hat den Schwerpunkt in der Entwicklung von Kommunikations- und Präsentationslösungen für Wissenschaft und Technik. Dazu gehört neben der Realisierung elektronischer Aus- und Weiterbildungsangebote, die Umsetzung allgemeinverständlicher Darstellungen wissenschaftlicher Handlungsfelder und Forschungsergebnisse, innovativer Technologien, Verfahren und Produkte. Mit langjähriger Erfahrung im Bereich Digitaler Medien will scienceintermedia vor allem interaktive Zugänge zu den Themen aus Wissenschaft und Technik schaffen. Unter dem Motto "Für Wissenschaft begeistern" entstehen interaktive Ausstellungsmedien, Onlineauftritte und Kommunikationsportale.

"Wir wollen Menschen aktiv mit Wissenschaft in Berührung bringen", beschreibt Benjamin Wischer, Creative Director bei scienceintermedia, die Unternehmens-Philosophie. "Uns geht es darum Aha-Erlebnisse zu schaffen - und dazu nutzen wir das volle Potenzial Digitaler Medien."

Diese Herangehensweise spiegelt sich auch im aktuellen Bionik-Projekt von scienceintermedia. Auf der virtuellen Forschungsreise wird der Weg des Forschens und Entwickelns nachvollziehbar und damit besser verständlich. Wer wissen will, wie stark ein Schiff ohne Schutzanstrich bereits nach wenigen Wochen bewachsen ist, kann einen Tauchgang zum Schiffrumpf unternehmen und sich die verschiedenen "Blinden Passagiere" aus der Nähe ansehen. Ein Fahrsimulator verdeutlicht den Einfluss des Biofoulings auf die Antriebsleistung eines Schiffes und den dadurch entstehenden Kostenfaktor für die Schifffahrt. Wer der MS-Bionik einen der bis vor kurzem verwendeten gifthaltigen Anstriche verpasst, erfährt wie der Lebensraum Meer durch die eingesetzten Giftstoffe belastet wird. Die Suche nach einem giftfreien Verfahren führt zurück in die Natur. Neben einem virtuellen Labor steht ein umfangreiches Multimedialexikon zur Verfügung, das mit Filmen, Texten und Grafiken viele Hintergründe zum Biofouling und der Bionik-Forschung vermittelt.

Der Multimedia-Terminal wird künftig auf Messen und innerhalb von Lehrveranstaltungen und Informationsveranstaltungen eingesetzt.

Das B-I-C (gegründet 2004) fördert neben dem Auf- und Ausbau des Internationalen Studiengangs Bionik und den Forschungsaktivitäten in den Bereichen biologische Werkstoffe, Funktionsoberflächen und Fluiddynamik, den Technologietransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft. Zu den erklärten Zielen des B-I-C gehört, gemeinsam mit Wirtschaftsunternehmen geeignete Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeiten in technische Produkte und Anwendungen umzusetzen. Unterstützung finden die Bremer Wissenschaftler dabei in einer großen Zahl nationaler wie internationaler Kooperationspartner aus Wissenschaft und Industrie. Das B-I-C wurde gleich nach seiner Gründung in den bundesweiten Forschungsverbund Bionik-Kompetenz-Netz (BIOKON) aufgenommen.

Ulrich Berlin | idw
Weitere Informationen:
http://www.science-intermedia.de
http://www.bionik-interaktiv.de

Weitere Berichte zu: B-I-C Biofouling Bionik Digital Wissenschaftskommunikation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Content-Marketing: In der Praxis angekommen - Studie zu Content-Marketing-Strategien
15.07.2016 | PFH Private Hochschule Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie