Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Auch eine Totalüberwachung des Internets bietet keinen endgültigen Schutz"

04.12.2001


Den Beschluss des Ministerkomitees des Europarats über einen Vertragsentwurf für eine weltweite Übereinkunft zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität hat der Direktor des Europäischen Medieninstituts, Prof. Dr. Jo Groebel, grundsätzlich begrüßt. Vereinbarungen auf internationaler Ebene zum Schutz des Internets vor Terrorismus und Kriminalität seien wichtig, sagte Groebel, fordert aber, sie auch auf eine globale Ebene zu bringen und dabei die Vereinten Nationen stärker mit einzubeziehen. Groebel sieht vor allem für terroristische Angriffe im Internet vier zentrale Risikobereiche:

  • Websites dienten zur extremistischen Propaganda und Mobilisierung
  • der E-Mail-Verkehr erlaube eine globale Kommunikation zwischen terroristischen Zellen, den weltweiten Austausch von verschlüsselten Botschaften und "Rezepten" zum Beispiel zum einfachen Bombenbau
  • Hackern gelingt immer wieder der Einbrauch und die Informationsbeschaffung in staatliche Verteidigungs- und Sicherheitssysteme
  • Gezielte Sabotage kann Wirtschaftsabläufe komplett blockieren

Groebel wies allerdings darauf hin, dass viele der terroristischen Strategien durch elektronische Maßnahmen nicht aufgespürt werden können, weil sie mit ganz einfachen Codes oder mit gestohlenen Adressen arbeiteten. "Auch im Internet gilt, was beim Angriff auf das World Trade Center stattgefunden hat: Ein komplexes System kann mit Steinzeitmitteln demontiert werden", so Groebel. Deshalb müsse man sich darüber im Klaren sein, dass eine Art Totalüberwachung - abgesehen von der Problematik einer möglichen Einschränkung der Bürgerrechte - keinen endgültigen Schutz biete.


Auf die besonderen Gefahren durch eine terroristische Nutzung des Internets für Wirtschaft und Gesellschaft hatte das Europäische Medieninstitut bereits in seinem internationalen "Cybercrime-Report" verwiesen. Die Studie, die gemeinsam mit der Friedrich-Ebert-Stiftung erstellt worden ist, war Mitte September in Berlin präsentiert worden. Sie belegt unter anderem den Versuch von Anhängern des im Zusammenhang mit den New Yorker Anschlägen als Terroristen gesuchten Osama Bin Laden, jugendliche Hacker für die eigenen Ziele anzuwerben.

ots Originaltext: Europäisches Medieninstitut

Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Jo Groebel, Europäisches Medieninstitut, Zollhof 2 a, 40221 Düsseldorf, Telefon: (0211) 901 04 - 12

| ots
Weitere Informationen:
http://www.eim.org

Weitere Berichte zu: Europäisch Totalüberwachung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie