Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flimmerfrei durchs Internet

02.06.2006


Um Telefonate, Videos und Informationen im Internet parallel zu übertragen, ist eine gleichmäßige und hohe Übertragungsqualität notwendig. Im Projekt NGN-PlaNetS erproben Fraunhofer-Forscher Prototypen für das Next-Generation-Internet.



Keine Frage: Es wird voll auf den Datenautobahnen. Neben Mails, Bild- oder Musikdateien transportiert das Internet zunehmend auch Telefonate oder Videofilme. Das Zauberwort lautet »Triple-Play«: die parallele Echtzeitübertragung von Information, Stimme und Video-bild. Noch aber macht der wachsende Datenstrom den Netzbetreibern zu schaffen. Kunden mit DSL-Anschluss erwarten trotz steigender Informationsfracht jederzeit Datenlieferung mit Höchstgeschwindigkeit – diese lässt sich bislang allerdings nicht garantieren: Bei hohem Verkehrsaufkommen verlangsamt sich der Datenstrom oder Daten gehen verloren. Beim Internettelefonat wirkt sich diese Störung fatal aus, das Gespräch ist zerhackt oder hallt nach. Beim Abspielen von Videos in Echtzeit lässt eine Zeitverzögerung das Bild rucken. Eine garantierte Datenrate wird daher für die künftigen multimedialen Anwendungen essenziell sein.



Im Kooperationsprojekt »NGN PlaNetS« arbeiten unter anderem Forscher der Münchner Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK und der Universität Paderborn zusammen mit Infineon Technologies am Einsatz von Ethernet im Internet. Diese Technik ist seit langem in privaten oder in Firmen-Netzwerken etabliert. Außerdem ist sie billiger als der Ausbau der Netzkapazität. »Für Ethernet spricht, dass es in über 95 Prozent der Heim- und Firmennetzwerke eingesetzt wird. So wird deren Zusammenspiel mit dem Internet einfacher«, erklärt ESK-Wissenschaftler Dietmar Tölle. Dass das Ethernet tatsächlich den Triple-Play-Transport bewältigen kann, haben die Forscher inzwischen im Labor gezeigt.

Datenströme lassen sich damit problemlos neben Videos und Telefongesprächen übertragen. Dazu wurde das Ethernet so flexibel gemacht, dass es überlastete Streckenabschnitte über Alternativrouten umgehen kann. Die Verfahren, die von der ESK entwickelt wurden, überwachen alle aktuellen Datenströme und leiten sie bei Staugefahr um. Im Projekt NGN-PlaNetS erproben die Industriepartner diese Verfahren in Prototypen für die nächste Internetgeneration.

Dietmar Tölle | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.esk.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: Datenstrom Ethernet Flimmerfrei NGN-PlaNetS Video

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie