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Laserstrahlen zum Fernsehturm stehen für zukunftsweisende Ausbildung rund um die Medien in Stuttgart

08.11.2001


Der Laser wandert direkt zum Stuttgarter Fernsehturm.


Radiomacher im neuen Studio im Foyer der Hochschule


Hochschule der Medien feiert Gründung - Landesregierung Baden-Württemberg unterstützt Entwicklung und finanziert Neubau für gemeinsame Unterbringung

Seit 1. September 2001 bündelt die Hochschule der Medien (HdM) das Know-how der beiden früheren Stuttgarter Fachhochschulen für Bibliotheks- und Informationswesen (HBI) sowie für Druck und Medien (HDM). Am 6. und 7. November feierte sie ihren Start. Bei einem Festakt sprachen Dr. Bernd Kobarg, Vorsitzender des Hochschulrats der HdM, und Dr. Christoph Palmer, Minister im Staatsministerium Baden Württemberg, Grußworte. Gründungsprorektor Professor Dr. Peter Vodosek und Gründungrektor Professor Dr. Uwe Schlegel blickten zurück auf ihre bisherigen Hochschulen und wagten einen Ausblick in Zukunft.

"Als Medienmacher leben wir in einer extrem spannenden Zeit", findet Dr. Bernd Kobarg, Vorsitzender des Hochschulrates. "Wir erleben den Umbau der alten Industriegesellschaft in eine moderne Informationsgesellschaft und gestalten ihn mit." Dieser Herausforderung stelle sich auch die Hochschule der Medien, indem sie eine zukunftsweisende Ausbildung ermögliche. Kobarg betonte, dass es bei der Gründung der Hochschule nicht um eine einfache Zusammenlegung der beiden ehemaligen Hochschulen gegangen sei. Bewährte Ausbildungsgänge blieben bestehen. Denn Absolventen der bisherigen HBI, die in Informationstechnologien, kultureller Pflege und Bereitstellung weltweiter Wissensbestände geschult seien, sowie der ehemaligen HDM, deren angehende Ingenieure moderne Techniken wirtschaftlich einsetzen könnten und in Druck- und Medientechnik ausgebildet seien, würden in der Medienwirtschaft gebraucht. Gerade die Drucktechnik sei der traditionelle Kern der heutigen, vielfältigen Medientechniken, so der Vorsitzende der UnternehmensGruppe Deutscher Sparkassen Verlag in Stuttgart. Gleichzeitig gelte es, neue Ausbildungsprofile für veränderte und neuartige Aufgabenfelder zu schaffen. So könne man jungen Menschen eine fundierte Ausbildung anbieten, der Industrie hochqualifizierte Fachkräfte. Langfristig soll die Hochschule der Medien zu einer europaweit einzigartigen Hochschule für Medienausbildung aufsteigen. Auf diesem Weg habe man den ersten Meilenstein erreicht, so Kobarg.

Dabei kann die Hochschule auf die Unterstützung des Landes Baden-Württemberg zählen. "Die Landesregierung will die Intelligenz der jungen Menschen im Land möglichst intelligent fördern", erklärte Minister Christoph Palmer. Die Gründung der neuen Medienhochschule sei ein besonders gelungenes Beispiel für dieses Ziel, so Palmer weiter. Sie unterstreiche die Position Baden-Württembergs als einen der führenden Medienstandorte Europas. Deshalb unterstütze die Landesregierung die gute Entwicklung mit Nachdruck und werde den notwendigen Neubau, wie im Programm der Dritten Zukunftsoffensive Junge Generation angekündigt, finanzieren, betonte Minister Palmer.

Für den Gründungsprorektor der Medienhochschule, Professor Dr. Peter Vodosek, löst das Aufeinandertreffen zweier Hochschulen mit gemeinsam 17 Studiengängen und zwei Kollegien mit ausgewiesenen Experten kreative Impulse aus, die als Investitionen der neuen Hochschule zu Gute kommen. "Die Arbeit an der gemeinsamen Zukunft wird das Zusammenwachsen der Kulturen fördern und Synergien erzeugen," stellte der ehemalige Rektor der HBI fest. Professor Dr. Uwe Schlegel, Gründungsrektor der Hochschule, fand, dass nun zusammen wachsen könne, was zusammen gehört. Dabei stünde die Hochschule am Anfang eines längeren Prozesses, der mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bei den Studierenden, in der Lehre und Verwaltung ablaufe. "Wir alle haben die Chance, Pioniergeist zu zeigen", erklärte der Rektor der früheren HDM. Die Hochschule müsse die ihr zugewachsenen Möglichkeiten nutzen. Im Vordergrund stünde dabei aber nicht, was sie Neues mache, sondern vielmehr was das Beste für sie sei. "Entscheidend für die Zukunft der Hochschule ist die Qualität ihres Ausbildungsangebotes", erklärte Schlegel.

Nach dem Festakt stellten alle HdM-Studiengänge den Gästen ihre Angebote vor und zeigen, welches Spektrum die Hochschule in der Ausbildung rund um die Medien abdeckt. Gesprächspartner aus allen Bereichen stehen Rede und Antwort und bieten Führungen durch verschiedene technischen Abteilungen, Labors und Studios an. Außerdem wurde die "RadioBar", ein gläsernes Sendestudio im Foyer der Hochschule eingeweiht. Von dort berichteten Studierende der Master-Studiengänge Informationswirtschaft und Medien-Autor live aus der HdM. Am 7. November waren vor allem Schüler der Region herzlich eingeladen, einen Blick in die Hochschule zu werfen. Bei den unterschiedlichsten Produktionen, in Laboren und Hörsälen konnten sie sich informieren, was sie bei einem Studium an der Hochschule erwartet.

Zum Abschluss der Gründungsfeierlichkeiten werden an jedem Tag ab 18 Uhr zwei grüne Laserstrahlen von den beiden Standorten der Hochschule - der Nobelstraße in Stuttgart-Vaihingen und der Wolframstraße in der Nähe des Hauptbahnhofes - zum Stuttgarter Fernsehturm gerichtet. Professor Dr. Uwe Schlegel und Professor Dr. Peter Vodosek schalten den Laser gemeinsam ein, der bis Mitternacht über Stuttgart zu sehen sein wird. Damit machen sie ihren Wunsch sichtbar, dass aus den beiden ehemaligen Hochschulen die neue gemeinsame zusammenwächst. Der Strahl sei auf den Fernsehturm gerichtet, weil dieser zum einen für Medien stehe, also für die Branche, für die die HdM qualifizierten Nachwuchs ausbilde, und zum anderen als Wahrzeichen Stuttgarts gelte, womit die Hochschule zeige, dass sie in der Ausbildung ihren Beitrag zum Medienstandort leiste, erklären Schlegel und Vodosek.

Die Veranstaltung wurde von der Océ-Deutschland GmbH (Mühlheim) und der Heidelberger Druckmaschinen AG (Heidelberg) unterstützt.

Kerstin Lauer | idw
Weitere Informationen:
http://www.hdm-stuttgart.de/

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