Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Systeme für das Digitale Kino und Broadcast

20.04.2006


Das Kino der Zukunft ist digital. Auf einer der weltgrößten Fachmessen für elektronische Medien, der NAB in Las Vegas (24. - 27. April), stellen Fraunhofer-Forscher Schlüsselkomponenten für das Digitale Kino vor.

... mehr zu:
»Cinema »Digital »Display »Recorder

Megacine: Tragbarer Speicher für die digitale Kinoproduktion

"Uuund Schnitt!" Zufrieden lehnt sich der Regisseur in seinem Stuhl zurück. Die Kuss-Szene ist im Kasten. Doch ob die Aufnahme wirklich so gelungen ist, wie es sich der Regisseur vorgestellt hat, erfährt er erst Stunden später. Beim Arbeiten mit dem klassischen 35-mm-Film muss zunächst der Film entwickelt werden, bevor die Crew die Tagesaufnahmen begutachten kann. Aber auch beim digitalen Drehen fehlt bislang die Vorschaumöglichkeit. Dieses Manko beseitigt der tragbare Speicher Megacine. Der digitale Recorder dient auch als Wiedergabegerät. So kann sich der Regisseur direkt am Set für einen ersten schnellen Eindruck die aufgezeichneten Bilder auf dem Megacine-display anschauen. Sind die Aufnahmen nicht in Ordnung, lässt sich die Szene gleich wiederholen. Zur wichtigen Qualitätsbeurteil-ung können zusätzlich Einzelbilder in voller Auflösung auf den Labtop übertragen werden.


"In den Recorder ist ein Display mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixels integriert", erläutert Siegfried Fößel, Projektleiter Digital Cinema am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen. Das erlaubt eine Voransicht der aufgezeichneten Szene direkt am Drehort. Weitere Informationen wie die Takelänge, Anzahl der Bilder oder die verbleibende Aufnahmezeit lassen sich ebenfalls auf dem Display anzeigen. Die Megacine kann Bilder im neuen Digital Cinema Format (DC) mit einer Auflösung von 2048 x 1080 Pixel, in High Definition (HD) oder in Standard Definition (SD) speichern. Die Kapazität beträgt 1 Terabyte - das heißt es können bis zu eine Stunde in unkomprimierter DC-Qualität oder bis acht Stunden Standard-Auflösung aufgenommen werden. Die Daten werden über FireWire oder Fiberchannel an einen Computer übertragen.

WORLDSCREEN: Skalierbare Datenformate für den Einsatz in der digitalen Kinotechnik

Auf der NAB können sich Besucher auch über das EU-Projekt WORLDSCREEN informieren. Gemeinsam mit Unternehmen wie Kodak, T-Systems und Warner Bros. entwickeln Forscher des IIS und des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich Hertz-Institut, HHI Konzepte und Systeme skalierbarer Datenformate für den Einsatz im Digitalen Kino.

Archivierung digital?

Doch können digitale Kino-Filme auch noch in 10 oder 20 Jahren angeschaut werden? Oder entwickelt sich die Technik so schnell weiter, dass sich die "alten" Streifen nicht mehr ausstrahlen lassen? Eine Möglichkeit, die Kinohits zuverlässig zu archivieren, ist die Speicherung auf Mikrofilm. Zu diesem Zweck haben das Fraunhofer- Institut für Physikalische Messtechnik IPM und die MicroArchive Sys-tems GmbH das mit modernster Lasertechnologie arbeitende ArchiveLaser®-System entwickelt, mit dem digitale Daten ebenso wie analoge Bilder sicher langzeitarchiviert werden können. Für die Re-digitalisierung braucht man lediglich einen möglichst schnellen optischen Scanner.

Fraunhofer Allianz Digital Cinema
Convention Center Las Vegas
Center Hall C6607

Marion Horn | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2006/04/Presseinformation19042006.jsp

Weitere Berichte zu: Cinema Digital Display Recorder

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Software passt Sprache an Umgebungslautstärke an
01.02.2016 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

nachricht Produktiver sein ohne Handy
29.01.2016 | Leuphana Universität Lüneburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Attosekundenkamera für Nanostrukturen

Physiker des Labors für Attosekundenphysik am Max-Planck-Institut für Quantenoptik und der Ludwig-Maximilians-Universität haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ein Licht-Materie-Phänomen in der Nanooptik beobachtet, das nur Attosekunden dauert.

Die Wechselwirkung zwischen Licht und Materie ist von besonderer Bedeutung in der Natur, insbesondere in der Photosynthese. Licht-Materie Wechselwirkungen...

Im Focus: »SAM« ist ein Hochstapler

Mit dem Stapelbediengerät »Stack Access Machine«, kurz SAM, des Fraunhofer-Instituts für Material-fluss und Logistik IML lassen sich einzelne Behälter künftig vollautomatisch aus aufgetürmten Stapeln herausnehmen. SAM funktioniert nicht nur für bereits vorhandene Lager, sondern kann sich sein Lager selbst bauen – ganz ohne Regal. Den ersten Prototyp präsentieren die Forscher auf der CeMAT 2016.

Regalzeilenlager ermöglichen den Einzelzugriff auf jeden Behälter eines Lagers, erfordern jedoch Investitionen in unflexible Regaltechnik. Blocklager sind...

Im Focus: Attosecond camera for nanostructures

Physicists of the Laboratory for Attosecond Physics at the Max Planck Institute of Quantum Optics and the Ludwig-Maximilians-Universität Munich in collaboration with scientists from the Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg have observed a light-matter phenomenon in nano-optics, which lasts only attoseconds.

The interaction between light and matter is of key importance in nature, the most prominent example being photosynthesis. Light-matter interactions have also...

Im Focus: PTB-Forscher können Ertrag von Solarzellen unter realen Bedingungen bestimmen

An einem neuartigen Messplatz messen die Wissenschaftler Referenzsolarzellen mit bisher unerreichter Genauigkeit

Solarzellen werden im Labor bisher unter einheitlich festgelegten Bedingungen getestet. Da die realen Bedingungen, wie die Temperatur oder der Einfallswinkel...

Im Focus: Tiroler Technologie zur Abwasserreinigung weltweit erfolgreich

Auf biologischem Weg und mit geringem Energieeinsatz wandelt ein an der Universität Innsbruck entwickeltes Verfahren in Kläranlagen anfallende Stickstoffverbindungen in unschädlichen Luftstickstoff um. Diese innovative Technologie wurde nun gemeinsam mit dem US-Wasserdienstleister DC Water weiterentwickelt und vermarktet. Für die Kläranlage von Washington DC wird die bisher größte DEMON®-Anlage errichtet.

Das DEMON®-Verfahren wurde bereits vor elf Jahren entwickelt und von der Universität Innsbruck zum Patent angemeldet. Inzwischen wird die Technologie in rund...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gesundheit ermöglichen – Internationaler Kongress für Integrative Medizin und Gesundheit in Stuttgart

31.05.2016 | Veranstaltungen

Bessere Heilungschancen: Internationale Tagung befasst sich mit Biomaterialien

31.05.2016 | Veranstaltungen

Blick nach vorn – Medizinische Fakultäten tagen in Würzburg

31.05.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hautkrebs: Durchbruch mit Immuntherapien?

31.05.2016 | Medizin Gesundheit

Attosekundenkamera für Nanostrukturen

31.05.2016 | Physik Astronomie

Gesundheit ermöglichen – Internationaler Kongress für Integrative Medizin und Gesundheit in Stuttgart

31.05.2016 | Veranstaltungsnachrichten