Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Medien in der Dermatologie

30.10.2001


Vier dermatologische Kliniken, ein Institut für medizinische Psychologie und ein Informatik-Lehrstuhl kooperieren seit Anfang diesen Jahres bei der Erstellung multimedialer Vorlesungen und Lehrmaterialien für Studenten und Ärzte in der Weiterbildung.

Dieses "DEJAVU-Projekt" (Dermatological Education as Joint Accomplishment of Virtual Universities) der Hautkliniken in Jena, Erfurt, Mannheim und Würzburg, der Psychologie in Jena und des Lehrstuhls für Informatik II in Würzburg wird im Rahmen der Initiative "Neue Medien in der Bildung" durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung für zwei Jahre mit insgesamt 1,5 Mio. Mark gefördert. Die Dermatologie als stark visuell orientiertes Fachgebiet der Medizin ist für multimediale Anwendungen, in denen gerade auch der "diagnostische Blick" geschult werden kann, besonders prädestiniert.

Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse wurden in der Halle für Electronic Media (1.1 Stand L 1123) die bisher erarbeiteten Projektergebnisse erstmals dem Fachpublikum der wissenschaftlichen Verlagshäuser sowie der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Grundlage für die DEJAVU-Lehrmaterialien sind eine umfangreiche gemeinsame Bild- und Videodatenbank der beteiligten Hautkliniken und detailliert strukturierte Lehrtexte zu dermatologischen Wissensgebieten. Das Design der Datenbank folgt dabei eng dem internationalen "Learning Object Metadata Standard". Komplett fertiggestellt sind die Programmpakete zur Erfassung des digitalen Bild- und Videomaterials sowie ein "Powerpoint-Add-In", mit dem Dozenten komfortabel Bilder und Videos aus der Datenbank in ihre Vorlesungen oder Konferenzbeiträge einfügen können.

Erste Prototypen existieren zu Lehrtexten, die als interaktive Skripten nutzbar sind, zu Darstellungen von Patientenfällen, zu Videoclips von Operations- und diagnostischen Techniken und zu einem konfigurierbaren Quiz für die Studierenden. Neben dem schrittweisen Ausbau der Multimedia-Datenbank, die bereits jetzt mehr als 10.000 Bilder enthält, stehen die projektbegleitende Evaluierung der Akzeptanz bei Dozenten und Studierenden durch die medizinische Psychologie, Programmentwicklungen zur Verwaltung von individuellen Lehrpfaden für Studierende und zur Erfolgskontrolle bei Quiz- und Prüfungsfragen u.a.m. auf den Arbeitsplänen der kommenden Monate.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Jürgen Albert, T (0931) 888-6600, E-Mail: 
albert@informatik.uni-wuerzburg.de

Prof. Dr. Henning Hamm, T (0931) 201-2738, E-Mail:  
hamm-h.derma@mail.uni-wuerzburg.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.projekt-dejavu.de/

Weitere Berichte zu: Dermatologie Psychologie Vorlesung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften