Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

@VISOR - Intelligente Visualisierung vereinfacht Kommunikation zwischen Mensch und Computer

24.01.2006


Der moderne Computer-Arbeitsplatz könnte schon bald so aussehen: Der Benutzer sitzt mit einem Datenhandschuh vor einem 3D-Bildschirm, auf dem sich seine persönlichen Dokumente, Bilder, Videos oder Bücher befinden. Diese sind im virtuellen Raum so angeordnet, wie er das aus klassischen Büros gewöhnt ist. Mit seiner behandschuhten Hand kann er nun Dokumente auswählen, indem er danach greift, er kann umblättern, wie er es bei Büchern schon seit jeher tut, ordnen, stapeln oder in den Müll werfen.


Der 3D-Arbeitsplatz



Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt @VISOR arbeitet das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) daran, diese Visionen, wie sie aus Science-Fiction-Filmen bekannt sind, zu verwirklichen.



Juniorprofessor Achim Ebert, der Leiter von @VISOR, und Professor Hans Hagen, Wissenschaftlicher Direktor am DFKI, sind sich einig: "Die virtuelle Realität muss sich an die gewohnte Arbeitsweise des Menschen anpassen, um die Kommunikation zwischen Mensch und Computer zu vereinfachen. Zwar sind Computer Menschen beim Durchsuchen oder Ordnen großer Datenmengen überlegen, der Mensch jedoch kann Informationen durch seine ausgeprägten visuellen Fähigkeiten räumlich anordnen und sich wie im Memory-Spiel auf diese Weise Beziehungen leichter merken und später wiedererkennen."

Ziel der Forschungsarbeiten in @VISOR ist daher die Schaffung einer individuell anpassbaren virtuellen Welt, welche diese menschlichen Wahrnehmungsfähigkeiten unterstützt und die Barriere zwischen menschlicher Arbeitsweise und Computerprogrammen abbaut. Das Projekt bündelt hierzu das Know-how der DFKI-Forschungsbereiche Intelligente Visualisierung und Simulation (Leitung: Professor Hans Hagen) und Wissensmanagement (Leitung: Professor Andreas Dengel). Erste Ergebnisse aus @VISOR sind bereits prototypisch in Form eines Demonstrators realisiert.

Im Rahmen von @VISOR fand letzte Woche ein Workshop am Kaiserslauterer DFKI statt, bei dem weltweit führende Experten für Visualisierung und Mensch-Maschine-Interaktion diese neuen Ansätze diskutierten. Die Fachleute waren sich einig, dass man die jeweiligen Vorteile der Arbeitsweise von Mensch und Maschine vereinen muss, um bessere Systeme zu erhalten. Sie zeigten sich von den bereits erzielten Forschungsergebnissen beeindruckt und empfahlen, die Forschungsarbeit von @VISOR auch nach Projektende (Dezember 2006) fortzusetzen.

Weitere Informationen zu @VISOR:
Jun.-Prof. Dr. Achim Ebert
DFKI GmbH
Intelligente Visualisierung und Simulation
Erwin-Schrödinger-Straße
D-67663 Kaiserslautern
Deutschland
Telefon (KL): 0631-205-3502
E-Mail: ebert@dfki.de

Reinhard Karger M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de

Weitere Berichte zu: Arbeitsweise DFKI Forschungsarbeit Intelligent Visualisierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie