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Neu: Mediendatenbank für Mediziner und Hochschullehrer

09.10.2001


Photo-, Video- und Audiodateien, Grafiken und Animationen via Internet - Projekt wird mit 450 000 Euro vom Land Baden-Württemberg und den beteiligten Universitäten gefördert.



In einem gemeinsamen Projekt der Universitäten Ulm und Heidelberg wird gegenwärtig unter der Leitung von Prof. Dr. med. Michael Leichsenring, Universitätskinderklinik Ulm, eine fachübergreifende medizinische Datenbank aufgebaut, mit deren Hilfe in Zukunft Photo-, Video- und Audiodateien, Grafiken und Animationen Medizinern und Hochschullehrern via Internet zur Verfügung stehen sollen. Das Projekt wird mit 450 000 Euro vom Land Baden-Württemberg und den beteiligten Universitäten gefördert.

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Die Idee zu diesem Projekt entstand vor dem Hintergrund, dass - obwohl an allen Universitäten und den meisten großen Kliniken die apparativen Möglichkeiten zur Präsentation von digitalen Ton-, Video oder Bilddateien vorhanden sind - diese modernen Möglichkeiten zur Gestaltung von Vorträgen und Seminaren kaum genutzt werden, da nur wenige Hochschullehrer derartige digitale Dateien selbst archiviert haben. Durch Verwendung von kurzen Ton- oder Videosequenzen, die in moderne Präsentationsprogramme integriert werden können, ließen sich jedoch viele Krankheitsbilder oder diagnostische Prozeduren wesentlich anschaulicher vermitteln.

Im Gegensatz zu den schon vielfach im Internet vorhandenen medizinischen Bildsammlungen, die sich fast immer auf einzelne Themen- oder Fachbereiche beschränken, soll mit diesem Projekt zum ersten Mal eine Datenbank entstehen, die Mediendateien aus grundlegenden Fachgebieten, wie Anatomie oder Physiologie, mit klinischen Fachgebieten, wie Kinderheilkunde, Innere Medizin oder Chirurgie verbindet. Dadurch wird es den Nutzern möglich sein, Krankheitsbilder auch fachübergreifend darzustellen.

Zahlreiche Kliniken und Institute der Universitäten Ulm und Heidelberg beteiligen sich bereits an dem Projekt und schaffen damit schon jetzt einen Fundus von mehreren tausend Dateien. Das völlig neu konzipierte Dateimanagementsystem der Datenbank ermöglicht es aber auch, dass sich künftig weitere Institutionen dem Projekt anschließen können. Um unter vielen tausend vorhandenen Dateien die gewünschten zu entdecken, steht den Nutzern ein umfassendes medizinisches Schlagwort- und Suchsystem zur Verfügung, dessen Inhalte und Strukturen von der amerikanischen National Library of Medicine´s entwickelt wurden und das bereits in den großen medizinischen Literaturdatenbanken Verwendung findet.

Dadurch, dass die Datenbank komplett internetbasiert ist, können die Nutzer auf das System weltweit, orts- und systemunabhängig zugreifen. So können komplette Vorträge oder Vorlesungen im Internet abgelegt und von dort wieder abgerufen werden. Der dafür erforderliche schnelle Datentransfer wird durch eine Anbindung des Projektservers an das BelWü-Netz des Landes Baden-Württemberg ermöglicht. Alle Dateien sind durch eine eigene Firewall und Backupsysteme vor Zerstörung geschützt und werden durch Mitarbeiter des Projektes vor der Veröffentlichung im Internet so bearbeitet, dass datenschutz- und urheberrechtliche Aspekte berücksichtigt sind. Unbefugte Nutzung von Dateien wird durch sichtbare und unsichtbare digitale Wasserzeichen verhindert.

Für Ärzte und Naturwissenschaftler bietet die Datenbank umfangreiche Vorteile, wie professionelle Digitalisierung, Sicherung und Verschlagwortung eigener Materialien, Kennzeichnung der Autorenschaft durch digitale Wasserzeichen und Zugriff auf Materialien aus anderen medizinischen Fachgebieten. Das Projekt "Mediendatenbank Medizin" ist damit ein weiterer Schritt auf dem Weg, moderne Informationstechnologien für Hochschulen in Baden-Württemberg nutzbar zu machen.

Interessierte können über "Mediendatenbank Medizin", c/o Universitätskinderklinik Ulm, Prittwitzstr. 43, 89075 Ulm oder die Hotline 0731-500-27720 weitere Informationen zu dem Projekt erhalten. Heidelberger Ansprechpartner: Universitätskinderklinik Heidelberg, Dr. Christoph Seidel, Im Neuenheimer Feld 153, 69120 Heidelberg, Tel. 06221 562311.

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 06221 542317

Dr. Michael Schwarz | idw

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