Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nachhaltige Eventkultur: weniger Ressourceneinsatz, mehr Wirkung!

04.11.2005


http://www.eventkultur-lab.de, das Handbuch für eine nachhaltige Eventplanung ab sofort online



Sie planen eine Veranstaltung ? oder neudeutsch gesagt, einen Event? Sie wollen dies möglichst Ressourcen schonend und umweltfreundlich über die Bühne bringen? Das Ganze soll auch noch dauerhafte Bindungen bei den Zielgruppen auslösen? Dafür gibt es jetzt den richtigen Ratgeber im Internet: http://eventkultur-lab.de. Ob Sportveranstaltung oder ein Firmenjubiläum, ob Fragen des Stadtmarketings oder die Präsentation eines neuen Produktes, hier findet man Anregungen, Beispiele, Tipps und Tools für eine nachhaltige Eventplanung. Das virtuelle Handbuch Eventkultur-lab.de ist das Ergebnis eines dreijährigen Forschungsprojektes, welches vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie mit verschiedenen Partnern aus Forschung und Praxis durchgeführt wurde.



Bei der Präsentation des Handbuches und der Diskussion der Forschungsergebnisse am 27.10.2005 in Berlin trafen sich ca. 50 Marketing- und Kommunikationsexperten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Es entstand eine rege Debatte darüber, wer den ersten Schritt in Richtung nachhaltige Events machen sollte: Viele Unternehmen, die sich in ihren Stakeholder-Dialogen zur nachhaltigen Entwicklung bekennen, haben hieraus noch keine Konsequenzen für die Gestaltung ihrer Marketingaktivitäten gezogen. Den Eventagenturen und anderen Veranstaltungsdienstleistern fehlen oft die eindeutigen Vorgaben seitens der Auftraggeber, so Klaus Schäfer von der Agentur Max.Sense.

Die anwesenden Praktiker sahen aber auch positive Anknüpfungspunkte für den Ansatz des Projektes. Die Frage nach der Effizienz und Wirkung der Marketinginstrumente führe dazu, dass auch der Einsatz der Mittel kritisch hinterfragt werde. Prof. Eugen Buß von der Universität Hohenheim hat hierzu die Top-Manager in deutschen Großunternehmen befragt und kommt zu dem Ergebnis: Kleinere, auf spezifische Zielgruppen zugeschnittene Events werden in der Unternehmenskommunikation an Bedeutung gewinnen. Auch die ständige Steigerung der Veranstaltungsgrößen habe zu Sättigungsgrenzen bei Events geführt, einer "neuen Ökologie der Aufmerksamkeit" komme daher eine neue Bedeutung zu, so die These von Projektleiter Rainer Lucas.

Die Diskussion um das Handbuch zeigte, dass es bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen deutliche Unterschiede zwischen Public Events und Corporate Events gibt. Eindrucksvoll legte Tilman Henke, Geschäftsführer des Deutschen Evangelischen Kirchentages, dar, wie eine mehrtägige Großveranstaltung mit mehr als 1 Million Besuchern umweltfreundlich geplant werden kann.

Dies beginnt schon bei der Auswahl des Zielortes und bei der Organisation der An- und Abreise. Holger Dalkmann, Verkehrsexperte am Wuppertal Institut, stellte den entsprechenden Baustein des Handbuches vor. Seine Empfehlung lautete: den Zusatznutzen einer umweltfreundlichen Anreise mit Bus und Bahn herausstellen, damit auch weniger umweltbewusste Zielgruppen erreicht werden. Einen anderen Ansatz verfolgt Dr. Sascha Lafeld von der "3C climate change consulting GmbH" in Frankfurt. Er berichtete darüber, dass einige große deutsche Unternehmen klimaneutrale Veranstaltungen durchführen wollen, in dem sie die CO2-Emissionen durch Kompensationsmaßnahmen ausgleichen. Wichtig hierbei ist, so Lafeld, das Umweltengagement und die Unternehmenskultur zusammenpassen. Die Glaubwürdigkeit der Nachhaltigkeitsstrategie von Unternehmen ist für die Kunden ein wichtiger Gradmesser der Akzeptanz.

Insgesamt waren sich Theoretiker und Praktiker auf den Podien dieser Veranstaltung einig, dass das Thema "Nachhaltigkeit" für die Veranstaltungswirtschaft inzwischen wertschöpfungsrelevant ist. Der Klimawandel und die Zunahme extremer Wetterereignisse haben direkte Auswirkungen auf die Veranstaltungsplanung zahlreicher Branchen. Agenturen und Dienstleister, die jetzt innovative Angebote für nachhaltige Events entwickeln, haben die Zeichen der Zeit erkannt. Das Ignorieren der veränderten Anforderungen könnte sich dagegen schon bald als handfester Wettbewerbsnachteil erweisen.

Ansprechpartner:
Rainer Lucas
Tel.: 0202/2492-260
Email: Rainer.Lucas@wupperinst.org

Dorle Riechert | idw
Weitere Informationen:
http://www.wupperinst.org
http://www.eventkultur.net
http://www.eventkultur-lab.de

Weitere Berichte zu: Event Eventkultur Eventplanung Präsentation Zielgruppe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz