Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die weltweit ersten Internetprotokoll-Multimedia-Subsystem-Dienste mit UMA-Technologie

03.11.2005


Mobile und drahtgebundene Internetprotokoll-Multimedia-Subsystem- (IMS) Dienste über ein Wi-Fi-Breitband-Zugangsnetz haben als weltweit erste jetzt Infineon Technologies AG, einer der führenden Halbleiterhersteller für Kommunikationsanwendungen, und Kineto Wireless, Inc., der führende Anbieter der UMA- (Unlicensed Mobile Access) Technologie, demonstriert. Sie zeigten verschiedene IMS-basierte Applikationen unter Nutzung der UMA-Technologie und belegten damit, dass der nahtlose Übergang zwischen mobilen und Wi-Fi-Netzen möglich ist.



Bei der Vorführung arbeitete der von Infineon bereitgestellte IMS-Client für Mobiltelefone auf einer GSM/GPRS/EDGE-WiFi-Mobiltelefon-Plattform mit dem UMA-Client von Kineto zusammen. UMA hielt beim Wechsel des Mobiltelefons zwischen einem aktiven GPRS-Netz und einer Wi-Fi-Verbindung die IMS-basierten Push-to-Talk-Applikationen aufrecht.



IMS ist die von 3GPP (3rd Generation Partnership Project) standardisierte IP-Multimedia Spezifikation für Mobil- und Festnetz-Betreiber. UMA ist der globale 3GPP-Standard für die Zusammenführung von Mobilkommunikation und Wi-Fi, der Mobilfunkteilnehmern über Multi-Mode-Mobiltelefone das Roaming und den Wechsel zwischen Mobilfunknetzen und WLANs ermöglicht.

Mit UMA profitieren die Mobiltelefonnutzer von der höheren Geschwindigkeit und den geringeren Verzögerungen der Wi-Fi-Netze und der sich damit ergebenden höheren Leistungsfähigkeit der Anwendungen. Für IP-Multimedia-Dienste bietet Wi-Fi Multi-Megabit-Datenraten. Betreiber und Handy-Hersteller, die sich auf die Einführung von IMS-Diensten Anfang 2006 vorbereiten, können die höhere Kapazität des UMA-Access-Netzes nutzen.

„Infineon will dazu beitragen, Mobilfunk- und Festnetze nahtlos miteinander zu verbinden. Die IMS-Technologie wird das Herzstück eines solchen service-orientierten Netzwerks bilden und die UMA-Technologie kann die Kosten- und Leistungsvorteile des Wi-Fi-Netzes auch für Mobilfunknetze nutzbar machen“, so Dr. Christian Mucke, Vice President des Geschäftsgebiets Mobile Software der Infineon Technologies AG und Geschäftsführer der Comneon GmbH & Co. OHG, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Infineon für Wireless-Software. „Die Kombination sich ergänzender Stärken, mit Kinetos UMA-Client-Lösungen für Mobiltelefone einerseits und Infineons IMS-Software andererseits, ist ein großer Schritt in Richtung einer solchen Zukunft.“

Infineon bietet einen in das Mobiltelefon eingebetteten, vollständig portierbaren IMS-Client, der auch in das APOXITM (Application Programming Object-Oriented Extendable Interface) Application-Framework integriert und optionaler Bestandteil von Infineons Multimedia-Referenz-Plattformen ist.

„UMA wurde geschaffen, damit Netzwerkbetreiber alle aktuellen und zukünftigen Dienste einschließlich IMS über Wi-Fi- und IP-Zugangsnetze erbringen können. Die aktuelle Vorführung unterstreicht, wie IMS-Dienste mit Hilfe von UMA erweitert und umfassend unterstützt werden können“, sagt Mark Powell, Vice President und Mitbegründer von Kineto Wireless.

Über die UMA-Technologie

Die UMA- (Unlicensed Mobile Access) Technologie ist der 3GPP-Standard für die durchgehende Nutzung von Mobilfunk- und Wi-Fi-Netzwerken. Mit ihr sind mobile Sprach-, Daten- und IMS-Dienste über IP-Breitband-Zugang und auch unlizenzierte Technologien wie Wi-Fi möglich. Durch die Einführung der UMA-Technologie können Service-Provider ihren Kunden das Roaming und Handover zwischen Mobilfunknetzen bzw. öffentlichen und privaten WLANs mit Dual-Mode-Handys ermöglichen. Mit UMA stehen beim Übergang zwischen verschiedenen Netzwerken die mobilen Sprach-, Daten- und IMS-Multimedia-Dienste durchgängig zur Verfügung. Die entsprechenden Spezifikationen können von der UMA-Website sowie der 3GPP-Website geladen werden.

Über Kineto Wireless

Kineto Wireless ist ein herausragender Innovator und führender Anbieter der UMA-Technologie (Unlicensed Mobile Access), des 3GPP-Standards für die Mobil-/Wi-Fi-Konvergenz. Mit einem UMA-Netzwerk können Mobilanbieter eine nahtlose, performante Nutzung von Voice-, Daten- und IMS-Diensten in Mobilfunk- und Wi-Fi-Netzen ermöglichen. Als führender Anbieter von UMA-Technologie liefert Kineto Core-Netz-Lösungen über OEM-Partnerschaften mit großen Netzinfrastruktur-Anbietern. Kineto bietet darüber hinaus UMA-fähige Software, Entwicklungstools und Supportleistungen. Weitere Informationen unter www.kineto.com.

Über Infineon

Infineon Technologies AG, München, bietet Halbleiter- und Systemlösungen für Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket, für Anwendungen in der Kommunikation sowie Speicherprodukte. Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten in den USA aus San Jose, Kalifornien, im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio. Mit weltweit rund 35.600 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2004 (Ende September) einen Umsatz von 7,19 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen ist in Frankfurt und New York (NYSE) unter dem Symbol „IFX“ notiert.

Media Relations | Infineon Technologies AG
Weitere Informationen:
http://www.infineon.com
http://www.umatechnology.org
http://www.3gpp.org

Weitere Berichte zu: 3GPP-Standard Access Mobilfunk Mobilfunknetz Mobiltelefon UMA-Technologie UMa Unlicensed Wi-Fi

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Zwischen Filterblasen, ungleicher Sichtbarkeit und Transnationalität
06.12.2017 | Schweizerischer Nationalfonds SNF

nachricht Soundbar reduziert Höranstrengung
25.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie