Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rechenzentrum der Universität Heidelberg baut Funkzelle für Laptops auf

22.11.2000


... mehr zu:
»Funknetzkarte »Funkzelle »Laptop »MB/s »Rechner »URZ
Mitarbeiter können dann zwischen verschiedenen Bereichen der Universität "wandern", Studenten ihren Laptop mit an die Universität bringen - Langfristig soll das Datennetz der Universität ein Funknetz
erhalten, das die meisten Gebiete in der Altstadt und im Neuenheimer Feld abdeckt

Obgleich der Ausbau aller Gebäude der Universität Heidelberg mit einer modernen EDV-Infrastruktur noch nicht vollständig abgeschlossen ist, werden inzwischen Anforderungen an so genannte "Funkzellen" im Universitätsdatennetz "HD-Net" gestellt. Im Gebäude des Universitätsrechenzentrums wird zur Zeit eine solche Funkzelle aufgebaut, die Ende Januar den Nutzern des HD-Net angeboten werden soll.

Diese Funkzellen sind Bereiche, in denen man einen Rechner - im wesentlichen ergibt dies nur für Laptops einen Sinn - ohne Verkabelung an das HD-Net und damit an das Internet anschließen kann. Potenzielle Anwender sind Mitarbeiter, die zwischen verschiedenen Bereichen der Universität "wandern", und Studenten, die ihren Laptop mit an die Universität bringen. Da die Anbindung ohne Kabel erfolgt, heißt so ein Netz auch "Wireless LAN".

Die Übertragungsgeschwindigkeit in solchen Funkzellen ist mit maximal 8 Mb/s zwar deutlich geringer als bei regulär über Kabel angeschlossenen Geräten mit 10 oder 100 Mb/s, zumal die 8 Mb/s auch noch mit allen Teilnehmern geteilt werden müssen. Dennoch sollte die Übertragungsleistung immer noch deutlich besser sein als zu Hause mit einem Modem oder ISDN-Anschluss, der ja bestenfalls 0,064 Mb/s bietet. Außerdem sind Geräte mit höherer Übertragungskapazität in Kürze zu erwarten.

Wenn der neue Service verfügbar ist, sollen Funknetzkarten für Laptops während der Öffnungszeiten des Universitätsrechenzentrums (URZ) auszuleihen sein, aber auch eigene Funknetzkarten sollen erkannt und zugelassen werden. Ebenso ist daran gedacht, freie Netzanschlüsse für Geräte mit entsprechenden Netzwerkkarten in den Terminalräumen des URZ anzubieten. Hier kann ein Laptop dann mit 10 Mb/s angeschlossen werden. Voraussetzung ist natürlich, eine freie Dose zu finden, während bei einer Funkzelle der Aufenthalt in dem von der Antenne überdeckten Bereich ausreicht. Im Sommer kann man vermutlich auch auf der Bank gemütlich in der Sonne sitzen - sofern der Laptop die direkte Sonneneinstrahlung so zu schätzen weiß wie der Benutzer!

Wie wird sichergestellt, dass nur registrierte Benutzer der Universität in diesem Netz zugelassen werden?

Die technischen Probleme, eine Funkzelle in Betrieb zu nehmen, sind nicht besonders groß und bedürfen nur der Bestellung eines kommerziellen Gerätes. Die Probleme beginnen erst mit dem Betrieb. Wie wird sichergestellt, dass nur registrierte Benutzer der Universität in diesem Netz zugelassen werden? Wie muss der Rechner konfiguriert werden? Schließlich soll der Laptop ja nicht jedes Mal komplett von Hand umkonfiguriert werden.

Die Netzanmeldung muss automatisch erfolgen, was im Prinzip mit DHCP-Servern funktioniert. Der DHCP-Server erkennt den Rechner an seiner Netzwerkkarte und teilt ihm alle benötigten Konfigurationsparameter mit, so dass der Netzzugang automatisch geschieht. Leider erfolgt diese Erkennung entweder für jeden Laptop, der sich in der Funkzelle aufhält, oder die Hardwareadressen der Netzkarten dienen als Erkennung. Eine Einwahl über das bekannte Login ist nicht möglich.

Neben dem Aufbau der technischen Geräte müssen also noch diese Formalitäten gelöst werden. Das URZ versucht, dies zum einen über "auszuleihende" Funknetzkarten zu lösen, zum anderen denkt das Rechenzentrum an die verbindliche Anmeldung der eigenen Netzkarte. Dazu muss rund 30 000 Benutzern der Universität Heidelberg die Möglichkeit gegeben werden, die Nummer ihrer Netzkarte mitzuteilen und gegebenenfalls zu ändern - am besten ohne zusätzlichen Personalaufwand von Seiten der Universität und benutzerfreundlich, also ohne unnötige bürokratische Hürden.

Kann diese Lösung auch anderen Instituten angeboten werden?

Sollte das angestrebte Verfahren funktionieren, die oben genannten Probleme - neben weiteren Sicherheitsaspekten - gelöst werden und auch für Benutzer ohne langjährige PC-Betriebssystemerfahrung anwendbar sein - dann kann diese Lösung auch anderen Instituten angeboten werden. Das Konzept ist so angelegt, dass die Einführung von Funkzellen an den über 100 Instituten nur noch durch den finanziellen Aufwand für die Geräte gebremst wird und nicht den 100-fachen Aufwand für den Betrieb erfordert. Langfristig erhält das Datennetz der Universität damit ein Funknetz, das die meisten Gebiete in der Altstadt und im Neuenheimer Feld abdeckt. Statt im Terminalraum sitzt Mann oder Frau im Altstadt-Café bei der Arbeit, der HD-Net- und Internet-Anschluss ist immer dabei.

Rückfragen bitte an:
Michael Hebgen
Universitätsrechenzentrum Heidelberg
Tel. 06221 544501, Fax 545581 
michael.hebgen@urz.uni-heidelberg.de

oder: Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317 
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw

Weitere Berichte zu: Funknetzkarte Funkzelle Laptop MB/s Rechner URZ

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Content-Marketing: In der Praxis angekommen - Studie zu Content-Marketing-Strategien
15.07.2016 | PFH Private Hochschule Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie