Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer IGD präsentiert die Medientechnik der Zukunft

16.09.2005


Workshop "Future Challenges for Media Management and Monitoring" im Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung



Zukunftsträchtige Technologien im Medienbereich stehen im Mittelpunkt des Workshops "Future Challenges for Media Management and Monitoring". Der Workshop findet am 17. und 18. Oktober 2005 im Gebäude des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt statt. Er wird von der Abteilung Cognitive Computing and Medical Imaging des Fraunhofer IGD veranstaltet und vom IST-Forschungsprogramm der Europäischen Kommission unterstützt.



Die wachsende Verfügbarkeit von Breitbandnetzen und digitalen Inhalten eröffnet der Medienbranche Chancen für neue Anwendungen und stellt sie gleichzeitig vor große Herausforderungen. Denn die Menge der angebotenen Inhalte steigt täglich, und die fortschreitende Annäherung von Fernsehen und Internet trägt zusätzlich zu dieser Entwicklung bei. Dadurch steigen die Anforderungen an eine effektive Verwaltung der digitalen Medien. Wie können die Herausforderungen gemeistert werden? Welche neuen Technologien werden von den Unternehmen bereits eingesetzt? In welche Richtung gehen neue technologische Entwicklungen? Welchen Nutzen bringen sie den Medienkonsumenten? Diese und viele weitere Fragen werden anerkannte internationale Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen der Veranstaltung beantworten.

Der zweitägige Workshop ist in vier Themenblöcke eingeteilt. Der erste Block beschäftigt sich mit neuen Technologien zur Überwachung digitaler Medien aus dem Marktforschungs-bereich, beispielsweise zur Generierung von Werbestatistiken oder zur Verfolgung von Sponsoringaktivitäten. Themen sind hier unter anderem die Anforderungen, die sich durch die Digitalisierung des Mediums Fernsehen an solche Systeme ergeben. So wird unter anderem Daniel Haberfeld, Forschungsleiter bei SevenOneMedia, Trends und Entwicklungen im Zuschauer- und Werbemarkt präsentieren. Anhand verschiedener Praxisbeispiele legt er anschließend die Strategie der ProSiebenSat.1 Media AG zur Nutzung der Potenziale des digitalen Fernsehens dar. Stefano Gonnelli, Leiter Produktion und Systeme bei Nielsen Media Research, Italien, zeigt außerdem, welche Technologien sein Unternehmen einsetzt, um eine effektivere und wirtschaftlichere Medienanalyse zu gewährleisten.

Der zweite Themenblock gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zur Analyse, Verwaltung und Suche digitaler Medien. Dazu erläutert zum Beispiel Dr. Jutta Williamowski, Mitarbeiterin der Forschungsabteilung von Xerox, wie mit Hilfe einer vordefinierten Klassifizierung Bilder bei Xerox einfach und schnell kategorisiert werden. Holger Großmann vom Fraunhofer IDMT präsentiert ein System, mit dessen Hilfe der Nutzer unter Einsatz von Metadaten-technologien nach Musik suchen kann.

Im dritten Teil präsentieren Praktiker aus renommierten Unternehmen neue Methoden zur Medienproduktion und Medienarchivierung. In diesem Rahmen erläutert David Rayers, Mitarbeiter Forschung und Entwicklung bei der BBC, die neue Rolle von Fernsehsendern in Zeiten vielfältiger medialer Verbreitungskanäle. Er zeigt, welche unterschiedlichen Verbreitungstechnologien die BBC bereits einsetzt und welche technischen und organisatorischen Herausforderungen durch den Gebrauch vieler verschiedener Verbreitungskanäle entstehen.

Der letzte Themenblock dreht sich um den Video- und Audiokonsum der Zukunft. Hier erklärt unter anderem Jean Pierre Evain, Leitender Entwickler der European Broadcasting Union, dem weltweit größten Fachverband von Sende-anstalten, welche Herausforderungen neue Entwicklungen wie TV-Anytime an die Sender stellen. Darüber hinaus stellt André Zehl von T-Online Erfolgskriterien für zukünftige Medienangebote im Internet vor.

Diese und viele weitere Kurzvorträge etablierter Experten geben an den beiden Tagen einen umfassenden Einblick in innovative Medientechnologien und in das Medien-management im digitalen Zeitalter. Abgerundet wird der Workshop durch eine Ausstellung sowie eine Abend-veranstaltung. Aufgrund des internationalen Umfelds werden die Vorträge in Englisch gehalten.

Workshop "Future Challenges for Media Management and Monitoring"
Termin: 17. / 18. Oktober 2005
Ort: Fraunhofer IGD, Fraunhoferstraße 5, Darmstadt

Die Teilnahmegebühr beträgt 250 Euro. Journalisten sind herzlich eingeladen an dem Workshop teilzunehmen. Für sie ist die Teilnahme kostenlos, eine Anmeldung ist aber erwünscht.

Das detaillierte Programm sowie ein elektronisches Anmeldeformular finden Sie im Internet unter: www.igd.fraunhofer.de/mir2005

Oder bei:
Fraunhofer IGD
Volker Hahn
Fraunhoferstraße 5
64283 Darmstadt
Telefon: 06151/155-230
Telefax: 06151/155-559
E-Mail: mir2005@igd.fraunhofer.de

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.igd.fhg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

10. Cottbuser Medienrechtstage zu »Fake News, Hate Speech und Whistleblowing«

18.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parasitenflirt: Molekulare Kamera zeigt Paarungszustand von Bilharziose-Erregern in 3D

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie

19.09.2017 | Förderungen Preise