Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Interaktive Bildschirmexperimente" der TU Berlin ausgezeichnet

13.12.2000


Über die Grenzen hinaus
Höchste europäische Auszeichnung für akademische Softwareprojekte an "Interaktive Bildschirmexperimente" der TU Berlin

Am 28. November 2000 ist in Rotterdam der European Academic Software Award (EASA) verliehen worden. EASA ist ein seit 1994 europäisch durchgeführter Wettbewerb, mit dem die Entwicklung von Bildungs-Software und der Einsatz von Neuen Medien in der Wissensvermittlung gefördert werden soll. Der Preis wird von der "European Knowledge Media Association (EKMA)" ausgeschrieben, deren Mitglieder in Großbritannien, Frankreich, Österreich, Deutschland, Schweden, den Niederlanden, Norwegen und der Schweiz vertreten sind. Von insgesamt 273 Einreichungen wurden zehn Teilnehmer, davon zwei aus Deutschland, für ihre akademischen Softwareprojekte durch den niederländischen Minister für Bildung und Wissenschaft in Rotterdam geehrt. Dr. Jürgen Kirstein vom Institut für Fachdidaktik Physik und Lehrerbildung der TU Berlin erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung und didaktische Begleitung des Forschungsprojektes "Interaktive Bildschirmexperimente" (IBEs). Erst kürzlich wurden die IBEs mit einem Ehrenpreis des MeDiDa Prix 2000 prämiert (s. Medieninformation Nr. 202 vom 19. Oktober 2000). Mit dem EASA als höchster europäischer Auszeichnung für ein akademisches Softwareprojekt sind die IBEs auch auf europäischer Ebene als ein "high qualitiy project in the field of educational technology" anerkannt.

Bei den von Dr. Jürgen Kirstein an der TU Berlin entwickelten "Interaktiven Bildschirmexperimenten" handelt es sich um ein neues digitales Format, das eine Weiterentwicklung des Realfilms darstellt. Dieses Format ermöglicht dem Anwender realitätsgetreue Handlungen mit fotografisch abgebildeten Objekten in herkömmlichen Multimedia-Systemen. Erfolgreich erprobt wurden die IBEs bisher in verschiedensten Lehr-Lern-Situationen sowohl in der Hochschule als auch an Schulen. Seit 1998 sind sie fester Bestandteil der Nebenfachausbildung (Physik für Ingenieure) an der TU Berlin. 1999 sind die IBEs im Klett-Verlag auf CD-ROM für den Physikunterricht in Schulen erschienen. In seiner Dissertation begründet Dr. Jürgen Kirstein die Grundlagen zur Didaktik und Technik des neuartigen Verfahrens zur multimedialen Abbildung physikalischer Experimente.

Der 1957 in Berlin geborene Jürgen Kirstein studierte von 1975 bis 1982 die Fächer Physik und Mathematik an der FU Berlin. Im Anschluss daran absolvierte er bis 1984 den Vorbereitungsdienst für das Amt des Studienrates. Bis 1995 arbeite er als Lehrer für die Fächer Physik, Mathematik und Informatik an der Fritz-Karsen-Schule in Berlin. Für die Aufnahme einer Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Fachdidaktik Physik und Lehrerbildung der TU Berlin ließ er sich zwischen 1995 und 2000 vom Schuldienst beurlauben. Im März 1999 schloss er seine Promotion zum Dr. rer. nat. am Fachbereich Physik der TU Berlin ab. Seit September 2000 ist er als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Fachdidaktik Physik und Lehrerbildung an der TU Berlin tätig.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gerne Prof. Dr. Rudolf Rass oder Dr. Jürgen Kirstein vom Institut für Fachdidaktik Physik und Lehrerbildung der TU Berlin, Tel.: 030/314-23058 oder -23053, Fax: -23057,
E-Mail: rass@physik.tu-berlin.de oder juek@physik.tu-berlin.de
WWW: http://www.ifpl.tu-berlin.de.

Diese Medieninformation finden Sie auch im WWW unter http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2000/pi256.htm

Ramona Ehret | idw

Weitere Berichte zu: Bildschirmexperiment EASA Fachdidaktik IBEs Lehrerbildung Physik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten