Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lernen leicht gemacht

08.09.2005


Forscher des Fraunhofer IGD Rostock diskutieren mit E-Learning-Experten im Workshop "Game Based Learning" darüber, wie Anwendungstechniken aus der Computerspiele-Branche für das computerunterstützte Lernen genutzt werden können. Spielerische Lernmethoden für Groß und Klein stehen dabei im Mittelpunkt.



"Man lernt ein Leben lang!" - Gerade im heutigen Informationszeitalter ist der Spruch aktueller denn je. Ausgeprägtes Fachwissen ist eine der Schlüsselqualifikationen, um sich auf dem umkämpften Arbeitsmarkt behaupten zu können. Doch nicht jedem ist das stetige Lernen ein alltägliches Bedürfnis. Oft fehlen schlicht die Motivation, die Lust oder ein effektiver und strukturierter Lernplan - Zeit also, sich über neue Formen des computerunterstützten Lernens und Lehrens Gedanken zu machen.



Im Rahmen der Deutschen E-Learning Fachtagung der Gesellschaft für Informatik (DelFi) und der Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) richtet das Fraunhofer IGD am 13.September 2005 am Institut den Fachworkshop "Game-Based-Learning - Spielbasiertes Lernen" in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock aus. Beiträge des Instituts, der Universitäten Rostock, Duisburg-Essen, Magdeburg, der FH Erfurt sowie der Games Academy Berlin bilden die Grundlage für kreative Diskussionsrunden, in denen die Workshopteilnehmer sich darüber austauschen, wie Spiel- und Lerntechniken aus dem Bereich der Computerspiele in die traditionellen Aus- und Weiterbildungskonzepte integriert werden können. Ziel ist es, Spaß und Emotionen in den Lernprozess einzubringen und ihn interaktiver zu gestalten. "Das viel beschworene spielerische Lernen als didaktisches Mittel zur Motivation ist auf alle Altersgruppen anwendbar. Verschiedenste Lerninhalte von einfachen Grundrechenarten über die Vermittlung historischer Ereignisse bis hin zu komplizierten Sachverhalten können mit Simulations- und Strategiespielen anschaulich vermittelt werden", so Prof. Dr. Urban, Leiter des Fraunhofer IGD Rostock und der E-Learning Abteilung. "Dabei berücksichtigen die Programme den individuellen Lernfortschritt." Durch die sofortige Anwendung und Erprobung des neu erworbenen Wissens erzeugt das spielbasierte Lernen einen nachhaltigen Erinnerungseffekt. "Computerspiele als reinen Lückenfüller für die Freizeit zu bezeichnen ist nicht gerecht", sagt Holger Diener, Leiter der Abteilung Entertainment Technologien am Fraunhofer IGD. "Spiele haben Eigenschaften, die auch für den E-Learning Bereich erstrebenswert sind: Sie fördern die Kommunikation, sind lehrreich, vermitteln mühelos ihre Funktionalität durch verschiedene Schwierigkeitsgrade oder mit Hilfe virtueller Charaktere und motivieren durch ihren Unterhaltungscharakter." Weiterer Vorteil: eine neue Unabhängigkeit von Ort und Zeit des Lernens. Der regelmäßige Gang in bestimmte Schulungseinrichtungen zu festgelegten Zeiten gehört damit der Vergangenheit an.

Die Veranstalter des Workshops hoffen auf einen regen Erfahrungsaustausch. Die Ergebnisse und Beiträge werden anschließend in einem Buch zusammengefasst und veröffentlicht.

Kontakt:
Prof. Dr. Bodo Urban
Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung
Rostock
Telefon: 0381 4024-110
Telefax: 0381 4024 199
E-Mail: bodo.urban@igd-r.fraunhofer.de

Kurzprofil INI-GraphicsNet:

Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung ZGDV e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt sowie weiteren acht Institutionen in sechs Ländern: dem Centre for Advanced Media Technology (CAMTech), dem Centre for Graphics and Media Technology (CGMT), beide in Singapur, dem Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães und Coimbra (Portugal), The IMEDIA Academy in Providence, Rhode Island (USA), dem Omaha Graphics and Media Laboratory (OGM) in Nebraska (USA), dem Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), dem Institute for Graphic Interfaces (IGI) in Seoul (Süd-Korea) und dem Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GraphiTech) in Trento (Italien).

Diese Institutionen bilden das weltweit größte und leistungsfähigste Forschungs-Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung. Ihre Kernkompetenz ist die Visualisierung und interaktive Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen. Sie erforschen und entwickeln neue Interaktions- und Dialogformen für digitale Medien und realisieren innovative Systeme zur Kommunikation und graphisch-interaktiven Kooperation über Rechnernetzwerke. Innerhalb des Forschungsverbundes sind an den zehn Standorten über 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie mehr als 500 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Der Etat betrug 2004 über 40 Millionen EURO.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.igd-r.fraunhofer.de

Weitere Berichte zu: E-Learning Graphic Graphisch Graphische Datenverarbeitung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Wenn die Bilder lügen - KI-System entlarvt Fake News im Internet
20.04.2017 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Warum wechseln Menschen ihre Sprache?
14.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften