Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Webseite informiert über BSE - Prionenforschung

18.08.2005


Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat mit seiner Förderung die Webseite www.prionforschung.de ermöglicht.



Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat mit seiner Förderung die Webseite www.prionforschung.de ermöglicht. Die Internetseite der TSE-Koordinierungsstelle in Niedersachsen informiert in allgemeinverständlicher Form über BSE (bovine spongiforme enzephalopathy), die menschliche Creutzfeldt-Jakob Krankheit und die wichtigsten Forschungsergebnisse. Auch für Laien verständlich stellt die Informationsseite den Wissensstand über Erkrankungen dar, die das Gehirn schwammartig verändern. Die Abkürzung TSE steht für transmissible spongiform encephalopathies und ist der Oberbegriff für Krankheiten, die zu schwammartigen Veränderungen im Gehirn führen.

... mehr zu:
»BSE »Krankheitserreger »TSE »Webseite


Das Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat die Koordinierungsstelle für TSE-Forschung in Niedersachsen 2001 als Reaktion auf das Auftreten Deutscher BSE-Fälle initiiert und mit insgesamt rund 1,9 Millionen Euro gefördert. Die Koordinierungsstelle ist dem Institut für Neuropathologie am Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen angegliedert. "Die Webseite bietet Wissenschaftlern in Niedersachsen Informationen und Hilfestellungen für die Förderung der TSE-Forschung und stellt eine Plattform für den Informationsaustausch sowie die fachübergreifende wissenschaftliche Zusammenarbeit dar", sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann. Durch arbeitsgruppen-übergreifende Forschungsprojekte und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen konnte beispielsweise der Ausbreitungsweg des TSE-Erregers in die Muskulatur in einem experimentellen Modell erkannt werden. Dieses Modell ist der Scrapie bei Schafen, der ältesten bekannten TSE, sehr ähnlich. Derzeit untersuchen die Forscher, inwieweit sich die Erkenntnisse über die Erregerausbreitung im Körper auf die BSE bei Rindern übertragen lassen.

BSE und die Creutzfeldt-Jakob Krankheit werden durch einen Erreger hervorgerufen, der sich von allen anderen bekannten Krankheitserregern unterscheidet. Er besteht darin, dass ein natürlich auf Nervenzellen vorkommendes Eiweiß, genannt Prion, seine Form verändert und dadurch zu einem übertragbaren Krankheitserreger wird. Der Erreger vermehrt sich, indem er das normale, körpereigene Eiweiß in die krankheitsauslösende Form umwandeln kann. Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand kann der Krankheitsprozeß durch eine zufällige Veränderung oder durch Einbringen des Erregers in den Körper starten. Dabei ist auch eine Übertragung des BSE-Erregers auf den Menschen möglich (157 Fälle in Großbritannien, 13 in Frankreich). In Deutschland ist keine Übertragung auf den Menschen beobachtet worden.

Korrektur vom 18.08.2005
Prionforschung
Die Abkürzung TSE steht für transmissible spongiforme Enzephalopathie.

Thomas Philipp Reiter | idw
Weitere Informationen:
http://www.prionforschung.de
http://www.mwk.niedersachsen.de

Weitere Berichte zu: BSE Krankheitserreger TSE Webseite

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Auf Videokacheln basierendes DASH Streaming für Virtuelle Realität mit HEVC vom Fraunhofer HHI
03.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik Heinrich-Hertz-Institut

nachricht Virtuell und 360°: die Zukunft bewegter Bilder
04.10.2016 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften