Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

www.dermis.net - Gesundheit zum Anklicken

30.08.2001


DermIS (Dermatology Information System), das weltweit führende dermatologische Gesundheitsportal für Patienten und Ärzte im Internet, ist auf dem Weg zu "e-Health".

Mit der Einbindung der vierten Sprache (Portugiesisch neben Englisch, Deutsch und Spanisch) erreicht DermIS ein Gesamtangebot von fast 60.000 Internetseiten mit über 4500 medizinischen Bildern. Das Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Heidelberg und Erlangen unter der Leitung der Abteilung für klinische Sozialmedizin Heidelberg zeigt damit, wohin "e-Health" führen kann.

Bereits seit mehr als 7 Jahren bietet die Arbeitsgruppe der klinischen Sozialmedizin Dienste im Internet an. Daraus entwickelte sich das renommierte Internet-Portal DermIS (Dermatology Information System; www.dermis.net ). Hierzu zählen ein webbasierter Hautatlas - Dermatology Online Image Atlas (DOIA), ein Hautatlas für Kinderkrankheiten - Pediatric Dermatology Image Atlas (PeDOIA), das Neurodermitis Informations System (NeurodermIS) und die Informationsquelle für ein akademisches Lehrangebot - Academic Dermatological Resources (AcadermIS). Ebenso betreut die klinische Sozialmedizin Internetangebote verschiedener nationaler und internationaler dermatologischer Gesellschaften: European Dermato-Epidemiology Network - EDEN, Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie e.V. - ABD, Society for Cutaneous Ultrastructure Research Society for Cutaneous Ultrastructure Research SCUR, Deutsche Dermatologische Gesellschaft - DDG, u.a.

DermIS besetzt - trotz spezieller Ausrichtung auf die Dermatologie - mit bis zu 1,6 Millionen abgerufenen Seiten (Pageimpressions) (IVW-Statistik März 2001) eine führende Position unter den medizinischen Informationsanbietern. Das Gesundheitsportal der ArztPartner almeda AG ( www.almeda.de ) kommt z.B. beim gleichen offiziellen Zählverfahren auf ähnliche Werte (1,7 Mil. / IVW-Statistik März 2001). DermIS dient sowohl Ärzten als auch Patienten und öffentlichen Einrichtung als Lehr- und Lernmedium. DermIS wird häufig auch als Referenz für Medien und Nachrichtendienste genutzt.

Die Wissenschaftler der klinischen Sozialmedizin gewinnen gleichzeitig zu diesen Dienstleistungen mit einfachen Mitteln (Internetfragebögen und Log-File-Analyse) wichtige Daten zur Verbesserung des Angebots. Sie wollen als Gesundheitssystemforscher die Möglichkeiten und den Nutzen des Internets für das Gesundheitssystem eruieren.

Solche Erkenntnisgewinne setzen genaue Kenntnisse sowohl in der Medizin als auch in der Informatik - und deren Ineinandergreifen - voraus. Dieses "Know-how" ist als wissenschaftlicher Zweig einmalig und steht dem kommerzieller Anbieter nicht nach.


Aktuell arbeitet das Institut an der Weiterentwicklung von DermIS mit dem Ziel ein neuartiges Patienten-Informationssystem aufzubauen. Neu ist nicht nur die Form der angebotenen benutzerzentrierten Gesundheitsinformationen, sondern auch die eingesetzten Technologien zur Erfassung von Daten und zur Qualitätssicherung des Inhalts. Hierzu entwickeln die Heidelberger Werkzeuge, die kinderleicht zu bedienen sind und eine universelle Einsetzbarkeit ermöglichen. So spielen die strukturierte Verwaltung des Inhalts und die Vernetzung von Arbeitsgruppen eine zentrale Rolle. Diese Werkzeuge werden bereits für DermIS eingesetzt und getestet. In diesem Informationssystem finden die Vorteile eines Klinikums Berücksichtigung, eine enorme Quelle für medizinisches Wissen und Zentrum für richtungsweisende medizinische Forschung zu sein (2500 Ärzte). Das System hat das Potential sich als Dienstleistung im neuen "e-Health" -Markt zu etablieren, da es in der Lage ist, qualitativ hochwertige und aktuelle Informationen anzubieten.

"Eine allgemein gültige Definition von e-Health gibt es nicht, aber wir wollen unsere Vorstellungen davon demonstrieren.", so Gabriel Yihune, Arzt und technischer Leiter in der klinischen Sozialmedizin. "Wenn das Internet eine Rolle im Gesundheitssystem spielen soll, kommen wir nicht daran vorbei, gesundheitspolitische Fragestellungen mit gerade solchen System zu beantworten."

Die klinische Sozialmedizin konnte auf diese Weise bereits wichtige Erkenntnisse auf dem Gebiet der Qualitätssicherung von Gesundheitsinformationen im Internet gewinnen. Z.B. im Rahmen des von der EU geförderten Internet Action Plans und als Mitglied des von der Bundesregierung initiierten Aktionsforums für Gesundheitsinformationssysteme (AFGIS).

"Es fehlen Taten", so Yihune, "und immer noch wird nur ausführlich und breit diskutiert. Die technologische Entwicklung rennt uns davon und die Gefahr des Missbrauchs schwebt in der Luft. Der Benutzer könnte das Vertrauen in solche Systeme verlieren, womit uns viele Möglichkeiten genommen wären. Die Zeit und die Technik sind reif für neuartige Kommunikationsformen - wir müssen jetzt handeln!"

Kontakt:

Universitätsklinikum Heidelberg
Abteilung für klinische Sozialmedizin

Gabriel Yihune, wissenschaftlicher Mitarbeiter und DermIS Projektleitung
Tel.: 06221 - 56 87 57
E-Mail: gabriel.yihune@med.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.dermis.net
http://www.almeda.de

Weitere Berichte zu: DermIS Dermatology Sozialmedizin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Kommunikation Medien:

nachricht Moderne Medientechnik im Atlasgebirge
17.08.2017 | Universität Siegen

nachricht Wissenschaftler entschlüsseln das „perfekte Selfie“
26.06.2017 | Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Kommunikation Medien >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise