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Westeuropa: Klassische Festnetztelefonie auf dem Rückzug

24.06.2005


2010: Knapp zwei Drittel der Gesprächsausgaben für Mobilfunk oder VoIP


Die klassische Festnetztelefonie ist in Westeuropa weiter auf dem Rückzug. Nach Berechnungen der britischen Marktforscher von Analysys sollen im Jahr 2010 bereit mehr als 60 Prozent aller Ausgaben für Telefongespräche in Mobilfunk- oder VoIP-Services fließen. Dann könnten laut der Studie bereits bis zu einem Viertel aller westeuropäischen Haushalte komplett auf die Festnetztelefonie verzichten.

"Der Austausch der klassischen Festnetztelefonie durch Mobilfunk und VoIP wird den westeuropäischen Massenmarkt verwandeln", schätzt Katrina Bond, Autorin der Studie. Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll der Anteil der Gesprächsminuten via Handy und VoIP von derzeit 28 auf 45 Prozent steigen. In die Festnetztelefonie fließen dann laut Bond nur noch 39 Prozent der gesamten Gesprächsausgaben.


Laut der Studie hat der Mobilfunk dem Festnetz bereits erhebliche Anteile am Telekommunikationsmarkt abgegraben. Im vergangenen Jahr gaben die westeuropäischen User schon 51 Prozent ihrer Gesprächsausgaben für das Telefonieren im Mobilfunkbereich aus. VoIP wird laut den Marktforschern im Jahr 2010 einen Anteil von 9,6 Prozent an den Telefongesprächen haben. Die Internettelefonie soll aber wegen der geringen Gesprächskosten nur auf einen 3,6-prozentigen Anteil bei den Gesamtausgaben kommen.

Laut einer aktuellen Studie der IT-Beratungsfirma Disruptive Analysis soll darüber hinaus die Nachfrage nach WLAN-Handys steigen. Bis zum Jahr 2009 machen die Marktforscher in diesem Bereich einen weltweiten Markt von knapp 47 Mio. Geräten aus. Davon sollen fast zwei Drittel so genannte Dual-Mode-Handys sein, die sowohl für die herkömmlichen Mobilfunknetze als auch für die drahtlose Internettelefonie ausgerüstet sind.

Jörn Brien | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.analysys.com
http://www.disruptive-analysis.com

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